Wildtiere in der Werbung :
Digifant: Scholz & Friends reagiert auf Kritik von PETA

Scholz & Friends will künftig auf den Einsatz von Wildtieren in der Werbung verzichten. Und reagiert damit auf Kritik der Tierschutzorganisation PETA.

Text: Frauke Schobelt

15. Dec. 2015 - 6 Kommentare

Im Spot von Fischer Befestigungssysteme führt ein echter Elefant seine Kunststücke im Dienst der Werbung auf. Das schmeckte der Tierrechtsorganisation PETA gar nicht, die sich nach der TV-Premiere die verantwortliche Kreativagentur Scholz & Friends zur Brust nahm. 

Die Agentur wiederum nahm sich die Kritik zu Herzen und will künftig auf den Einsatz von Wildtieren in der Werbung verzichten. Um zu zeigen, dass es auch ohne geht, entfernte Scholz & Friends den Fischer-Elefant aus dem Spot und ersetzte ihn durch eine digitale Nachbildung.

"Mit der Aktion wollen wir zeigen, dass die technischen Möglichkeiten inzwischen so gut sind, dass der Einsatz von echten Wildtieren nicht mehr nötig ist und die Kreativität dadurch nicht eingeschränkt wird", sagt Stefan Wegner, Partner der Scholz & Friends Gruppe und Geschäftsführer von Scholz & Friends in Berlin. "Scholz & Friends wird daher künftig gruppenweit auf den Einsatz von Wildtieren in Filmproduktionen vollständig verzichten."

Peter Höffken von PETA Deutschland lobt: "Wir sind begeistert, dass Scholz & Friends unseren Hinweis so kreativ und konstruktiv aufgenommen hat. Die Verwendung von computergenerierten tierischen Darstellern ist fortschrittlich und tierfreundlich zugleich."

Der Spot mit Digifant:

Der Spot im Sommer 2015:


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



6 Kommentare

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Anonymous User 16. Dezember 2015

@Stephan Bleek @Manuel
Der Schwerpunkt von PETA ist nicht der Schutz bedrohter Arten, sondern generell der Einsatz gegen die Ausbeutung von Tieren durch den Menschen jedweder Art - darunter fällt auch die "Nutzung" von tierlichen Individuen (wie etwa in diesem Fall eines Elefanten) für Entertainment- oder Werbezwecke. Jedes fühlende Individuum - also auch dieser Elefant - hat nach Auffassung von Tierrechtlern (ja, explizit "Tierrechtler" im Unterschied zu "Tierschützern") ein Recht auf Leben in Freiheit und Selbstbestimmung. Durch die "Verwendung" des Elefanten in dem Werbespot wird ihm dieses Recht genommen. Das ist es, worum es Tierrechtsorganisationen wie PETA geht.

Danke, PETA, für Euren Einsatz und danke, Scholz & Friends, für euer Einsehen!

Anonymous User 16. Dezember 2015

Tierschutz? Ist es nicht viel eher so, dass das auf Computeranimation reduzierte virtuelle "Tier" die Grundlage der Ausrottung seiner echten Artgenossen ist? Animationen sind nicht real, niemand wird am Ende Tiere verteidigen, die nur noch als virtuelle Charaktere präsent sind. Keiner wird Quälereien von Tieren an einem Set wollen. Aber der Einsatz von Footage, gedreht an Originalschauplätzen wäre der bessere Beitrag zum Tierschutz. Denn er hält die Faszination für Tiere und ihre Welt wach.

Anonymous User 16. Dezember 2015

Der CGI Elefant funktioniert aber nur, da zuvor ein Stand-In im Spot eingesetzt wurde.
Ohne diese Referenz hätte es die Post ziemlich schwer gehabt und es würde nicht so (halbwegs) annehmbar aussehen.

Anonymous User 15. Dezember 2015

Ein wichtiger Schlag gegen die Ausrottung von Tierarten in freier Wildbahn...hm, ne warte mal...

Im Ernst. Peta ist ein Unternehmen, das hervorragend die Strategie des Re-Agierens beherrscht. Initiative? Fehlanzeige. Erfolgreiche und langfristige Projekte für den Artenschutz? Fehlanzeige. Treten immer wieder medienwirksam solchen Institutionen auf die Füße, die ernsthaft Artenschutz betreiben? Ja, das können sie gut.

Anonymous User 15. Dezember 2015

Sollte man nicht auch auf den Einsatz von Menschen in Werbespots verzichten? Gleiche Rechte auch für Menschen. Aber was will man erwarten? In Deutschland gibt es mehr "Tierschützer" als Kinderschützer. Gut, das wir uns noch den "veganen Luxus" a la Peta & Co. leisten können. Früher haben Pfaffen das Seelenheil verkündet, heute befeuern Aktivisten die digitalen Scheiterhaufen.

Anonymous User 15. Dezember 2015

Video falsch eingebunden.....fail

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