MSL Group :
Diskriminierungs-Streit: Publicis zahlt Frauen 2,9 Millionen

Sammelklage vom Tisch: Über 100 Ex-Mitarbeiterinnen der MSL Group hatten sich vor einem US-Gericht gegen ihre angebliche Diskriminierung durch die PR-Agentur gewehrt. Jetzt haben sich die Streitparteien geeinigt.

Text: Markus Weber

Über 100 Ex-Mitarbeiterinnen der MSL Group hatten sich vor einem US-Gericht gegen ihre angebliche Diskriminierung durch die PR-Agentur gewehrt. Jetzt haben sich die Streitparteien geeinigt: Die Publicis-Gruppe als Mutter-Holding will den Frauen insgesamt 2,9 Mio. US-Dollar überweisen und hätte damit die lästige Sammelklage nach vier Jahren endlich vom Tisch. Das Gericht muss der Einigung noch zustimmen.

In einem Statement gegenüber dem US-Fachdienst "PR-Week" bezüglich der Einigung betont MSL Group, dass es keinerlei Fehlverhalten seitens der Agentur gegeben habe. Auch beinhalte die erzielte Einigung nicht, dass die MSL Group ihre Richtlinien bezüglich des Themas Gleichbehandlung ändern oder in irgendeiner anderen Weise reagieren müsse.

Die Klägerinnen hatten der Agentur unter anderem vorgeworfen, weibliche Mitarbeiter schlechter zu bezahlen und seltener zu befördern als ihre männlichen Kollegen und Müttern die Rückkehr in den Job nach der Babypause zu erschweren. Dafür wollten die Frauen vor Gericht eine Entschädigung von 100 Millionen US-Dollar erstreiten.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.