E wie Einfach wechselt zu Heimat

Die Hamburger Dependance von Heimat gewinnt nach einem Pitch ihren ersten Kunden: Den Billigstromanbieter E wie Einfach.

Text: Lena Herrmann

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Die Billigstrommarke E wie Einfach hat den Werbeetat an Heimat Hamburg vergeben. Nach einem Pitch setzt sich die Dependance in der Hansestadt gegen vier Konkurrenten durch. Ab dem 1. Januar 2012 ist der Vertrag offiziell gültig, dann löst die Agentur den bisherigen Etathalter Philipp und Keuntje ab. Die Hamburger halten den Etat, seit der Stromkonzern Eon seine Zweitmarke gelauncht hat. Elf Agenturen hat Marketingleiterin Katja Steger gescreent, fünf sind dann auf die Pitchliste gekommen. Bei der Auswahl hat sie sich mehrheitlich auf inhabergeführte und kreative Agenturen konzentriert.

"Wir haben nicht nur unseren Auftritt, sondern unseren gesamten Markenkern hinterfragt“, sagt Steger. 2007 ist E wie Einfach als erster Billigstromanbieter für wechselwillige Kunden als Zweitmarke von Eon gestartet. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an ähnlich positionierten Marken. Zwar habe man mittlerweile über eine Million Kunden gewonnen, so Steger. Aber dennoch habe sich E wie Einfach die Frage gestellt, ob der aktuelle Auftritt der richtige sei. Sogar der Claim sei dabei auf dem Prüfstand gewesen.

Gemeinsam mit Heimat hat sich E wie Einfach aber entschieden, nicht an der Aussage „Ist doch ganz einfach“ zu rütteln und auch den Tenor der Maßnahmen nicht komplett neu zu gestalten sondern nur zu modifizieren. "Mit hat vor allem die ganzheitliche Denke der Agentur imponiert“, sagt Steger, die verstärkt auf die Verzahnung der Kanäle setzen will. Gleichzeitig würde man in Hamburg den "Neustart-Spirit“ der noch jungen Agentur spüren. Für Heimat in Hamburg ist es der erste offizielle Kunde. Erst im Mai ist die Agentur gestartet, mit Kreativchef Sascha Hanke und Berater Andreas Freitag an der Spitze. Hanke hat die Agentur inzwischen schon wieder verlassen, Freitag den Pitch agenturseitig geführt.

6,3 Millionen Euro hat E wie Einfach in diesem Jahr bis einschließlich Ende Oktober für seine Werbung ausgegeben (Quelle: Nielsen), im vergangenen Jahr waren es sogar 9,2 Millionen in den ersten zehn Monaten. 17,0 Millionen gab E wie Einfach im gesamten Jahr 2010 aus – der Großteil des Budgets kommt Ende des Jahres zum Einsatz, wenn die kältere Jahreszeit das Thema Heizkostenin den Fokus der Zielgruppe rückt. Die Kampagne für das Jahr 2012 hingegen will E wie Einfach im Frühjahr vorstellen.


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.



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