Gleichstellung in der Werbung :
FreeTheBid: Serviceplan gibt Regisseurinnen eine Chance

Als erste deutsche Agentur verschreibt sich Serviceplan den Zielen der Gleichstellungsinitiative #FreeTheBid. Ab sofort werden an jedem Pitch weibliche Regisseure beteiligt.

Text: Markus Weber

Die deutsche "Free the Bid"-Botschafterin Elisha Smith-Leverock.
Die deutsche "Free the Bid"-Botschafterin Elisha Smith-Leverock.

Die Initiative #FreeTheBid kämpft  weltweit gegen die geschlechterbezogene Chancenungleichheit in der Werbung - ganz speziell beim Thema weibliche Regisseure und Werbefilm.

Die im September 2016 von Alma Har'el gegründete Bewegung nimmt zunehmend Fahrt auf. Ab sofort sollen auf ihrer Website auch deutsche Regisseurinnen vorgestellt werden. Und: Die größte inhabergeführte Agentur hierzulande verpflichtet sich nun zur Beteiligung von weiblichen Regisseuren an allen Pitches. In der Regel setzen Agenturen beim Pitchen für eine Werbeproduktion drei Regisseure ein. In den allermeisten Fällen kommen dabei Männer zum Zug.

Serviceplan ist die erste deutsche Agentur, welche bei Free the Bid unterschrieben hat. Bis dato sind unter anderem AMV BDDO, FCB, M&C Saatchi, McCann sowie Marken wie Airbnb, Coca-Cola, Ebay und HP die Verpflichtung eingegangen.

Als deutsche #FreeTheBid-Botschafterin fungiert Elisha Smith-Leverock. Die preisgekrönte Nachwuchsregisseurin Chiara Grabmayr ist der Initiative ebenfalls beigetreten. Ende 2017 hat Grabmayr für Serviceplan den Penny-Weihnachtsspot "Der Weg" gedreht.

"Mit Serviceplan als Vorreiter freuen wir uns darauf, von weiteren deutschen Agenturen zu hören, die bereit sind, eine entsprechende Verpflichtung einzugehen", sagt Emma Reeves, Executive Director von Free the Bid.

Der Frauenanteil bei Serviceplan beträgt über die gesamte Gruppe hinweg 55 Prozent; in den Führungspositionen sind 33 Prozent Frauen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.