Creative Agency Partner :
Grabarz & Partner-Planner Will Rolls wechselt zu Facebook

Will Rolls, zuletzt Planning Director bei Grabarz & Partner, wechselt zu Facebook. Beim Internetriesen übernimmt der 41-Jährige ab sofort die Beziehungspflege zu Kreativagenturen aus dem deutschsprachigen Raum.

Text: Daniela Strasser

- 7 Kommentare

Will Rolls' Aufgabe bei Facebook ist die Beziehungspflege zu den Kreativagenturen.
Will Rolls' Aufgabe bei Facebook ist die Beziehungspflege zu den Kreativagenturen.

Will Rolls soll der Oliver Rosenthal von Face­book werden. Und das will etwas heißen, denn Rosenthal verantwortet immerhin das Agenturengeschäft beim Konkurrenten Google. Sprich: Er sucht den Schulterschluss mit der Kreativbranche, steht in engem Kontakt mit den deutschen Branchenverbänden ADC und GWA, pflegt die Beziehungen zu den Agenturen. Alles folgt natürlich einem Ziel: Die Kreativen sollen vermehrt mit Google zusammenarbeiten.

Rolls soll diese Aufgabe als „Creative Agency Partner DACH“ jetzt für Facebook wahrnehmen. Zuvor war der 41-Jährige viele Jahre bei unterschiedlichen Agenturen für Planung und Strategie zuständig; zuletzt hat er als ­Planning Director bei Grabarz & Partner in Hamburg gearbeitet. Der gebürtige Brite spricht ebenso gut Deutsch wie Englisch, gilt als offen, klug und witzig und hat auch kein Problem damit, Zuhörer auf der Bühne als Sprecher zu unterhalten. Er hat ein Auge für gute Kreation; manche seiner neuen Kollegen sagen sogar, er sei „insgeheim Kreativer“. ­Insofern dürfte er für Facebook die richtige Besetzung sein. Das soziale Netzwerk will Kreativität fördern. „Wir nehmen die Kreativ­industrie sehr ernst und intensivieren unsere Zusammenarbeit mit den Agenturen“, sagt Oliver Busch, Head of Agency bei Facebook. An ihn berichtet Rolls.

Auch bei Facebook gibt es freilich schon länger Teams, die mit Agenturen zusammen­arbeiten. Auf der einen Seite das „Facebook Creative Shop Team“, das Agenturen bei einzelnen Kunden und Kampagnen berät. Dann das Agency-Team, das sich übergeordnet um die Zusammenarbeit bemüht. Allerdings hatte Facebook dabei im Gegensatz zu Google bislang vor allem Mediaagenturen im Fokus. Das soll sich ändern, auch dank Rolls. Statt bei einzelnen Kampagnen zu beraten, will Facebook laut Busch „die Probleme der Agenturen verstehen“ und ihnen bei ihrer strategischen Weiterentwicklung unter anderem in Sachen Mobile und Big Data weiterhelfen. Soll heißen: Rolls soll erst mal nicht verkaufen, sondern verstehen und Kooperationen einfädeln. Und für mehr Onlinekreativität plädieren.   


Autor:

Daniela Strasser, W&V
Daniela Strasser

Redakteurin bei W&V. Interessiert sich für alles, was mit Marken, Agenturen, Kreation und deren Entwicklung zu tun hat. Außerdem schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung. Neuerdings sorgt sie auch für Audioformate: In ihrem W&V-Podcast "Markenmenschen" spricht sie mit Marketingchefs und Media-Verantwortlichen über deren Karrieren.



7 Kommentare

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Anonymous User 8. November 2016

Mit mehr Kreativität und Schulterschluss mit Agenturen kommt man bei facebook ehrgeizigen Wachstumszielen auch nicht signifikant näher. facebook macht bereits 84 % der Werbeumsätze über mobil. Hier braucht es jetzt in erster Linie mehr Platz für akzeptierte Werbung, um nicht die Toleranz der User zu überfordern. Und bei der Relevanz und Transparenz ist facebook noch lange nicht da, wo die Werbetreibenden es erwarten.

Hier zeigt sich, wie schwer es ist, ein ursprüngliches Buddy-Netzwerk auszumonetarisieren. Warum bauen sie nicht einfach ein paralleles Netzwerk auf, das sie 'über facebook legen', was Ihnen in Windeseile gelingen wird, und veranstalten dort ein Sales-Entertainment, wie die Werbewelt es noch nicht gesehen hat? Das bringt steile Userzuwächse und vor allem sehr hohe Einnahmen. - Wenn ich dabei behilflich sein soll: neoleo3@freenet.de

Anonymous User 27. Oktober 2016

Ich finde der Insider hat wie immer recht. Auch zum Opel Pitch hat dieser Mensch die Wahrheit geschrieben. Bitte weiter machen :)

Anonymous User 27. Oktober 2016

Mag sein das Günni hier ein wenig polemisch wird. Dennoch kann ich die Worte des Insiders zu 100% unterschreiben. Let the hype live.

Anonymous User 27. Oktober 2016

grabarz ist bekannt dafür, gewisse Menschen in der Agentur künstlich zu hypen, einige wiederum nicht. Entweder man ist Buddy ganz oben oder nicht. Will gehörte halt zu den top 5. Also ist Günni's Aussage zutreffend.

Anonymous User 26. Oktober 2016

Will ist einer der besten Planner, mit denen ich je gearbeitet habe. Professionell wie menschlich. Ein Verlust für G&P, ein Gewinn für facebook. Ich habe die Zeit mit ihm genossen und wünsche Will für die Zukunft nur das Allerbeste. Bei Dir, Günni, bin ich mir da nicht so sicher.

Anonymous User 26. Oktober 2016

@Günni: Ich halte Ihren Kommentar ehrlich gesagt nicht für einen Top-Kommentar. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber immerhin erscheint er selbst geschrieben. Ihre Stärke scheint demnach in der Eigenvermarktung zu liegen. (Wenn Sie das jetzt noch unter Ihrem echten Namen tun würden, dann klappt's vielleicht auch damit.)

Und wie wär's mal mit Begründungen für Ihre Einschätzungen? Oder ist das einfach nur Ihr Bauchgefühl? Dann wüsste ich gern, ob Sie vielleicht Experte für die Beurteilung von Top-Personalien sind? Sind Sie Personalberater, Agenturchef oder Marketingvorstand? Haben Sie mal mit Herrn Rolls zusammengearbeitet? (Disclaimer: Ich ja.)

Und wie ist es mit Frau Strasser? Wie kommen Sie darauf, dass sie den Artikel gar nicht geschrieben hat, sondern Herr Rolls? Gibt es Anzeichen dafür, vielleicht sprachliche oder grammatikalische? Sitzen Sie in der Redaktion neben ihr und bekommen sowas mit? Oder sitzen Sie bei der Konkurrenz und wollen ihr einfach was anhängen?

Sorry für den Rant – aber in vier Sätzen zwei Personen abzuwatschen, so ganz ohne Begründung, das ist schon ziemlich schlechter Stil.

Schönen Abend noch!

Anonymous User 26. Oktober 2016

Ich halte ihn ehrlich gesagt nicht für eine Top-Personalie. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden...

Der Artikel erscheint selbst geschrieben. Die Stärke scheint demnach in der Eigenvermarktung zu liegen.

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