PR-Coup :
Heinz schaltet Kampagne von Don Draper

SterlingCooperDraperPryce, fiktive Agentur der Serie "Mad Men", hat nun endlich ihre Spuren auch im richtigen Werbeleben hinterlassen. Heinz Ketchup schaltet tatsächlich eine Kampagne aus der Feder von Don Draper.

Text: Anja Janotta

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Heinz wirbt mit minimalistischem Slogan.
Heinz wirbt mit minimalistischem Slogan.

Das hätte sich vermutlich kein W&V-Redakteur je träumen lassen: Von einer aktuellen Kampagne zu schreiben, in der als Agenturhinweis steht - SterlingCooperDraperPryce. Die fiktive Agentur, die eigentlich ihre Heimat im Fernsehen und in der Serie "Mad Men" hat, hat nun endlich ihre Spuren auch im richtigen Werbeleben hinterlassen.

Einer der am heißesten umworbenenen Möchtegern-Kunden der Agentur war Heinz Ketchup. TV-Held Don Draper, der in einer Episode mit einem ganz einfachen Konzept pitchte, gewann den Etat nicht. Er musste ihn an seine Ex-Kollegin Peggy Olson mit ihrer Agentur abtreten. Damals mokierten sich die Macher, dass "Heinz" ohne den Zusatz "Ketchup" auf der Copy stand. Weswegen Draper seine Pappen wieder einpacken musste.

Nun aber hat sich das Blatt gewendet. Jetzt scheint die Zeit reif für den Slogan. Heinz will tatsächlich den Draper-Entwurf in New York plakatieren und im Print schalten lassen.

"Pass the Heinz" ist der minimalistische Slogan, zu dem nur ein üppig belegter Burger, bzw. ein paar Pommes zu sehen sind. Heinz selbst macht den Spaß in aller Konsequenz mit und hat eine Pressemitteilung verfasst, in der man den Pitch-Gewinn von SterlingCooperDraperPryce bekannt gibt. 50 Jahre habe die Entwicklung der Kampagne gedauert, aber diese sei so zeitlos wie am ersten Tag, als sie präsentiert wurde.

Sogar einen echten Abbinder zu der Agentur gibt es: "A full service advertising agency located in New York, NY working with clients in a variety of industries including automotive, health care, consumer products, food and other packaged goods. The firm does not accept any tobacco related work." Was die zweite Agentur im Bunde, David aus Miami, mit dem Pitch-Gewinn der Kampagne zu tun haben mag, kann man jetzt nur vermuten.

Übrigens, so sah der Original-Pitch im Fernsehen aus:


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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Anonymous User 14. März 2017

manchmal ist einfach nicht nur einfach gut sondern einfach besser.

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