Herzfehler: Der kleine Darth Vader muss in die Klinik

Der zauberhafte kleine Darsteller aus dem VW-Spot "The Force" muss am Herzen operiert werden. Und sammelt derweil unverdrossen weiter Spenden für andere herzkranke Kinder. Mitmachen!

Text: Susanne Herrmann

12. Jun. 2012

Der zauberhafte Darsteller aus dem VW-Spot "The Force" muss ins Krankenhaus. Wie die für den sensationell erfolgreichen Spot verantwortliche Agentur Deutsch, L.A., dem Dienst "Creativity Online" (Ad Age) mitteilte, wird der sieben Jahre alte Max Page am Mittwoch in Los Angeles operiert, um einen angeborenen Herzfehler zu beheben. Er hat bereits einige Eingriffe hinter sich, trägt einen Herzschrittmacher, lässt sich aber nicht unterkriegen und spielt in Werbespots und Serien in den USA.

Der kleine Held denkt aber trotzdem an andere Kinder, denen es schlecht geht. Er ist Schirmherr der Kinderklinik CHLA in Los Angeles und versucht mit Hilfe einer Webseite 3000 Dollar an Spenden für die Klinik aufzutreiben. Gut 2200 Dollar sind es schon. Ein Leser von "Creativity Online" ätzte, Deutsch solle doch ebenfalls spenden, damit die Summe erreicht werde. Auf Anfrage teilte die Agentur aus Los Angeles mit: "Die Mitarbeiter von Deutsch LA haben mehrere tausend Dollar gesammelt und auf einer eigens eingerichteten Spendenseite an Max gespendet, die Agentur hat die Summe dann noch einmal verdoppelt." Außerdem nehme Deutsch Videos auf, um die Aktion zu unterstützen, und sammle Spielsachen - desgleichen Volkswagen US. "Wir haben dsa nicht groß publik gemacht", sagt Agentursprecher Jeff Sweat, "weil es hier um Max geht und um seine Familie."

Über seine Eltern lässt die Agentur Deutsch Freunde und Unterstützer wissen, wie der kleine Werbestar mit der bevorstehenden Operation umgeht. Am meisten fürchtet er sich vor dem Blutabnehmen, der Nacht im Krankenhaus und vor Schmerzen, sagt Max' Mutter. Außerdem ist der Siebenjährige traurig, dass er sich diesen Sommer schonen muss, statt Baseball und Golf zu spielen und in den Urlaub zu fahren. Weil das alles nicht geht, haben Max und seine Eltern eine "Can do"-Liste angelegt und das Haus zum Spaßhaus umdekoriert: In jedem Raum gibt es nun ein Thema, besondere Regeln und geheime Codes. "In der Flüstergasse - dem Flur - darf nur noch geflüstert werden, in der Sprengzone - der Garage - werden wissenschaftliche Experimente und Kunstprojekte durchgeführt, und je größer die Sauerei dabei, desto besser", erzählt Jennifer Page.

Kinderklinik-Pate "Mighty Max" (der mächtige Max) hat seine Mutter gebeten, allen Freunden und Fans auszurichten, was er auch auf Vorträgen immer sagt: "Kinder, wenn ihr eure Macht nutzt und große Träume habt, könnt ihr alles erreichen. Wir sind vielleicht klein - aber mächtig."

Möge die Macht mit Max sein, drängt sich hier auf, passte aber nie besser. Alles Gute über den großen Teich. Und Max zu Ehren hier noch einmal der Spot, von dem wir nie genug bekommen und mit dem er weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus ein kleiner Star geworden ist.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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