Social-Kampagne :
Honey kämpft für die Honigbiene

Die Agentur Honey macht mit der Spendenkampagne "Last Honey" eindringlich auf das Bienensterben aufmerksam und verkauft den süßen Honig. 

Text: Peter Hammer

Ein Bienenstock in Gestalt eines tristen Plattenbaus: das Refugium für die letzten Honig-Bienen.
Ein Bienenstock in Gestalt eines tristen Plattenbaus: das Refugium für die letzten Honig-Bienen.

„Refubees welcome“, „Make honey, not war“ oder „Pestizide töten“ – so lauten die Parolen an dem vergammelten Plattenbau. Er ist Refugium für die letzten noch lebenden Bienen. Ein symbolträchtiges Bild, das aufrüttelt. Entstanden ist es nicht komplett am Rechner, vielmehr gibt es den Plattenbau als realen Bienenstock. Er steht mitten in Hamburg nahe einer Blumenwiese und wird von einem Imker gepflegt. Und er ist Teil der Kampagne "Last Honey", die von der Agentur Honey ins Leben gerufen wurde. Sie will auf das Bienensterben aufmerksam machen. Ein Thema, das im vergangenen Jahr immer wieder die Medien beschäftigte, zuletzt aber kaum mehr aufgegriffen wurde. Die Idee dazu hatte Stefan Setzkorn, Geschäftsführer Kreation bei Honey.

Der Clou bei der Aktion: Der so gewonnene Honig wird verkauft - für einen guten Zweck. Der Erlös kommt den Hamburger Imkern und dem Mellifera-Verein zugute. Der Honig wird dafür in eine Glasphiole gefüllt, die von einem Kupfergehäuse ummantelt ist. So kann er Jahrhunderte überdauern. 38 Euro kostet ein Röhrchen "Last Honey" samt einer Broschüre, die über die Ursachen des Bienensterbens aufklärt. Eine tolles Kunstprojekt und eine starke Kampagne.

Der "Last Honey" wird in ein Glasröhrchen gefüllt.

Der "Last Honey" wird in ein Glasröhrchen gefüllt und dieses in ein Kupferrohr gesteckt. So kann der Honig Jahrtausende überdauern.