Grabarz & Partner :
Ikea: Raumwunder passieren immer wieder

Grabarz & Partner kapern einen neuen Werbeplatz - den Warenkorb des Online-Shoppers. Für Ikea haben sich die Werber ein sehr schlaues, mitwachsendes Werbe-Format ausgedacht.

Text: W&V Redaktion

- 12 Kommentare

Der Stauraum wächst mit dem Warenkorb mit.
Der Stauraum wächst mit dem Warenkorb mit.

Auf diese Weise sind wahrscheinlich schon die Toilettenwerbung, Fahrgast-TV und Werbung auf Papierhandtüchern erfunden worden. Einfach nur durch die Tatsache, dass sich findige Werber die Frage gestellt haben, wo sie wohl unbedarfte Kunden zu Zeiten maximaler Aufmerksamkeit und mit größtmöglichen Überraschungseffekt erreichen können. Nun also auch der Warenkorb beim Online-Shoppen.

Trotzdem, der Einfall von Grabarz & Partner, aus dem meistbeachteten Icon einer Shopping-Seite ein Werbeumfeld zu machen, verdient kreativen Respekt. Denn neben dem Einkaufwagen erscheint nicht etwa plump ein Pop-Up, irgendein Banner oder aufdringliches Blinky-Blinky-Bewegtbild-Gedöns. Sondern es poppt, ganz nach altbewährtem Ikea-Prinzip, ein mitdenkender und mitwachsender Stauraum auf - der erweiterbare Schlafzimmerschrank Pax. Und je nach Fülle im Warenkorb dehnt sich parallel auch die Schrankwand aus.

Das ist klug, relativ unaufdringlich und, wenn man so, will trotzdem hochfunktional. Denn der Warenkorb in einem Shop ist der nach Agentur-Angaben "meistgeklickte Werbeplatz" ... Da könnte sogar was dran sein.


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W&V Redaktion
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12 Kommentare

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Anonymous User 23. März 2017

Wenn es soooo erfolgreich gewesen wäre, wie behauptet, hätten es sicherlich ein paar Erfolgszahlen aus dem Kampagnentracking in den Casefilm geschafft.

Anonymous User 23. März 2017

"Die mehr als 100 Daumen nach oben zeigen, dass die meisten Menschen in unserer Branche noch immer keinen blassen Schimmer haben, wie das Internet funktioniert."

Ich würde sagen: Die mehr als 100 Daumen nach oben zeigen, dass Grabarz und Partner mehr als 100 Mitarbeiter hat.
;-)

Anonymous User 23. März 2017

Die mehr als 100 Daumen nach oben zeigen, dass die meisten Menschen in unserer Branche noch immer keinen blassen Schimmer haben, wie das Internet funktioniert. Das ist nichts weiter als eine weitere wertlose und realitätsferne Goldidee.

Anonymous User 23. März 2017

Hää? Wenn ich wie im Beispiel Schuhe kaufe, dann bin ich voll auf die Schuhe konzentriert und habe sicherlich keinen Nerv für einen IKEA Schrank. Zudem ist das Symbol des Einkaufswagens was bekanntes, das der Kunde erwartet. Ich sehe jetzt schon Kunden vor mir, die ihren Einkauf abbrechen, weil sie nicht mehr wissen, wie sie in ihren Einkaufswagen kommen. Wird sich daher nie durchsetzen die Idee.

Anonymous User 22. März 2017

Goldi: Vielleicht, äh, Geld? Wie bei jedem anderen Medium auch?

Anonymous User 22. März 2017

Schöne Goldidee. Schön falls es wirklich etwas für Ikea gebracht hat, aber welches Interesse sollte ein Onlineshop an der Adaption haben?

Anonymous User 22. März 2017

Schlau.

Anonymous User 22. März 2017

läuft. zumindest im casefilm.

Anonymous User 22. März 2017

läuft. zumindest im casefilm.

Anonymous User 22. März 2017

Ach komm.
Eine Werbung, die einen bei den wichtigsten Schritten eines Onlineshops verwirrt bzw. auf eine vollkommen andere Seite leitet ...
das ist schon ziemlich behämmert.

Wirklich nett, fand ich ja die Idee, dass IKEA Banner fragen, ob man sie wirklich klicken wollte, bevor sie weiterleiten. Und jetzt das ... quasi das komplette Gegenteil.

Anonymous User 22. März 2017

Da wurden jetzt bestimmt ganz viele PAX-Schränke extra verkauft.
Nicht.

Anonymous User 22. März 2017

Sehr, SEHR geil!

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