Jung von Matt entscheidet sich für Vox und gegen die ARD

Jung von Matt gibt Vox den Vorzug und steigt aus dem Wettbewerb um die ARD aus. Die Agentur macht damit die Bahn frei für die Konkurrenz.

Text: Lena Herrmann

29. May. 2012

Mal wieder entscheidet sich Jung von Matt für den einen und damit gegen einen anderen, konkurrierenden Kunden. Diesmal ist es die ARD, die eine Absage der Hamburger Agentur verschmerzen muss. Laut einer Pressemitteilung aus dem eigenen Hause steigt Jung von Matt aus dem Pitch um die ARD aus. Als Grund geben die Kreativen den Etatgewinn des Fernsehsenders Vox an. Der Kölner Sender aus dem Hause der RTL Gruppe hatte zuletzt pitchen lassen.

Turnusgemäß hatte die ARD zuletzt ihren Etat ausgeschrieben - sie muss sich jetzt eine neue Agentur suchen. Die Chancen könnten somit unter anderem für die Hamburger Agentur Kempertrautmann steigen: Am 1. Juli steigt Armin Jochum bei der Agentur als Gesellschafter ein. Er gilt als ausgesprochen gern gesehen im Hause des Senders (siehe dazu auch den Blogbeitrag von Redakteurin Lena Herrmann vom 14. Februar: "Die ARD pitcht und der Sieger steht jetzt schon fest").

Dem Vernehmen nach steht eine Entscheidung bei der ARD kurz bevor - Jung von Matt hatte bereits in den vergangenen Wochen gemeinsam mit den anderen Bewerbern um den Etat vor dem Entscheidergremium präsentiert.

Für Jung von Matt ist es nicht das erste Mal, dass sich die Agentur öffentlich für einen neuen Kunden entscheidet und aus der Zusammenarbeit mit einem Noch-Kunden aussteigt. So hatte sich die Agentur auch gegen den damaligen Kunden BMW entschieden, als Mercedes-Benz bei den Hamburgern vorstellig geworden war. Und auch der Stromkonzern RWE verdrängte EnBW und Yello.


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit