Wieden + Kennedy für Three :
Keine Roaming-Gebühren oder: Frei wie ein Giraffamingo

Three ist ein kleiner Mobilfunkanbieter. Aber einer, der wächst. Nicht zuletzt dank der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Wieden + Kennedy.

Wacklig ist die kleine Giraffe. Aber Three beseitigt jede Unsicherheit, verspricht der Spot "Go Roam".
Wacklig ist die kleine Giraffe. Aber Three beseitigt jede Unsicherheit, verspricht der Spot "Go Roam".

Die erste Arbeit der Londoner Kreativagentur Wieden + Kennedy für den britischen Mobilfunkanbieter Three waren die tanzenden Ponys 2013. Und seither gab es fast jedes Jahr einen neuen Coup dieser wunderbaren Agentur-Kunden-Beziehung: Etwa das Recht auf Katzen-Content und den armen, nassen lilafarbenen Jackson, der alles gut macht.

Nun schickt Three den Giraffamingo los. Er wirbt für den Roaming-Tarif des Mobilfunkers. Der bei 0 Euro liegt, zumindest in 60 Ländern der Welt. Denn auch wenn die EU angeordnet hat, dass Urlauber im Ausland nicht mehr Unsummen draufzahlen müssen: Kostenlos oder in der möglichen Heim-Flatrate enthalten ist Telefonieren und Surfen im Ausland natürlich trotzdem nicht.

Bei Three schon, und das verleiht dem wackligen, unsicheren Giraffenkind buchstäblich Flügel.

Entstanden ist das Fabelwesen am Computer. Animation: The Mill. Produktion: MJZ; Regie: The Pelorian Brothers.

Das Niveau der oben erwähnten Arbeiten erreicht der Giraffamingo nicht ganz - aber man sieht dem Clip einmal mehr an, dass Three keine Angst hat vor schrillen Kampagnen und abseitigen Ideen. Das im Übrigen scheint sich auszuzahlen: Der Marktanteil von Three in Großbritannien stieg zwischen 2009 und 2015 von knapp 6 auf 10 Prozent. Den Löwenanteil halten EE (2015: 33%), O2 (21%) und Vodafone (18%). Three wollte eigentlich 2015 O2 übernehmen - das aber blockierte die EU.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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