"Spiegel"-Interview mit André Kemper :
"Kreative Menschen haben alle eine Meise"

Dass er vor drei Jahren einem Opernball-Gast in Wien eine Ohrfeige verpasst hat, habe seinem Ruf nicht geschadet, sagt André Kemper. Im aktuellen "Spiegel"-Interview gibt sich der Antoni-Mitgründer aber auch bemerkenswert ehrlich.

Text: W&V Redaktion

- 16 Kommentare

Nicht jeder kriegt ein 3-seitiges Interview im "Spiegel". André Kemper schon.
Nicht jeder kriegt ein 3-seitiges Interview im "Spiegel". André Kemper schon.

Dass er vor drei Jahren einem Opernball-Gast in Wien eine Ohrfeige verpasst hat, habe seinem Ruf nicht geschadet, sagt Antoni-Mitgründer André Kemper in einem aktuellen "Spiegel"-Interview. Eher sogar im Gegenteil. "Die ganze Geschichte ist zu einem Teil meiner eigenen Marke geworden", so der 53-jährige Werber.

"Die wichtigste Kampagne, an der man arbeitet, ist man selbst", findet der frühere Springer & Jacoby-Chef.

Von den "Spiegel"-Redakteuren als "einer der letzten Irren der Werbebranche" tituliert, entgegnet der gelernte Texter: "Ich nehme das als Kompliment. Kreative Menschen haben alle eine Meise."

Im Gespräch gibt sich der von früheren Kollegen häufig als "schwierig" beschriebene Kreative allerdings auch bemerkenswert ehrlich. Manchmal, so Kemper, könne er sich sogar selbst "nur in homöopathischen Dosen aushalten".

Zum kompletten Interview geht's hier lang.

Am 5. Februar läuft dieser Mercedes-Spot von Antoni beim diesjährigen Super-Bowl.


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W&V Redaktion
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16 Kommentare

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Anonymous User 3. Februar 2017

Mercedes erlaubt einem verstaubten 90er Jahre Pseudo Kreativen mit Geld um sich zu werfen und mit seinem schlechten Geschmack Werbung zu machen. Sich etwas darauf einzubilden, einen Opa auf dem Opernball ins Gesicht geboxt zu haben : armselig. Irgendwie hat Kemper was von Heinrich Haffenloher in Kir Royal " Isch will die Coen Brothers - isch scheiss die zu mit meinem Geld. "

Anonymous User 31. Januar 2017

Als Kind wollte ich ja Archäologe werden. Ein paar Jahre später habe ich verstanden: Wenn man Dinosaurier studieren möchte, reicht es vollkommen, die deutsche Werbebranche im Auge zu behalten. Menschen wie Herr Kemper und viele seine Altersgenossen (männlich, wohlgemerkt) sind die letzten ihrer Art: Schwerfällig polternde Brontosaurier, die qua ihres Entwicklungsstandes leider wirklich nicht begreifen können, dass das, was sie glauben zu können (Werbefilme drehen, Anzeigen texten und zwischendurch einmal um sich schlagen) nicht mehr ausreicht, um irgendwie relevant zu bleiben. Sei es bei Kunden oder Verbrauchern. Evolution zum zuschauen und mitlachen.

Anonymous User 31. Januar 2017

Amen. Der Donald Trump der Werbung hat gesprochen.

Anonymous User 31. Januar 2017

Ein Mann, der sich für eine Kampagne hält. Ich weiß nicht, ob ich lachen, oder weinen soll.

Anonymous User 31. Januar 2017

Momentan gibt es nur einen Kreativen auf der Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=-6VsCLPCEfo

Anonymous User 31. Januar 2017

Bis anhin konnte Antoni noch keinen echten Ko Schlag anbringen. Das Herr Kemper es kann, hat er nicht nur am Opernball, sondern genügend oft in seiner Karriere bewiesen. Der Spot für den Super Bowl ist solide, mehr aber nicht. Somit sollte die wichtigste Kampagne, an der er arbeitet, die für seine Kunden sein. Hat etwas von Nar(r)zissmus aber er ist ja eine Marke und ich weiss nicht ob Marken narzisstisch sein können.

Anonymous User 31. Januar 2017

Bis anhin konnte Antoni noch keinen echten Ko Schlag anbringen. Das Herr Kemper es kann, hat er nicht nur am Opernball, sondern genügend oft in seiner Karriere bewiesen. Der Spot für den Super Bowl ist solide, mehr aber nicht. Somit sollte die wichtigste Kampagne, an der er arbeitet, die für seine Kunden sein. Hat etwas von Nar(r)zissmus aber er ist ja eine Marke und ich weiss nicht ob Marken narzisstisch sein können.

Anonymous User 31. Januar 2017

Mensch, in Schwäbisch-Gmünd glühen ja wieder die Tastaturen.

Anonymous User 31. Januar 2017

Ohrfeigen-Spot und Opernball-Faustschlag.

Was für eine Lebensbilanz.

(und nur eins der beiden kommt wirklich von ihm)

Anonymous User 31. Januar 2017

Mit dem Spiegel geht's wirklich bergab.

Anonymous User 30. Januar 2017

So ein unsympathischer Opportunist. Geh doch endlich in Rente ...

Anonymous User 30. Januar 2017

Die wichtigste Kampagne, an der man arbeitet, ist man selbst?

Zum Fremdschämen.

Anonymous User 30. Januar 2017

3 Seiten im Spiegel - Respekt !
Von den Coen-Brüdern den MB Super Bowl TVC drehen lassen - Respekt !

Da stimmt die Inszenierung.
Aber leider nur die Lautstärke und nicht der Inhalt.
Nicht aus jeder kreativen Meise wird ein kreativer Höhenflug.
Und der gerade so geschickt gehypte MB Spot ist kreativ leider lahm und eine verschenkte Chance mit Werbung über alte Männer für andere alte Männer...

Wenn nach so vielen Jahren eigentlich vor allem nur zwei Ohrfeigen hängen bleiben, stimmt was nicht. Wobei die hochkreative MB-Ohrfeige ja nicht nur schon über zwanzig Jahre her ist, sondern auch gar nicht von André Kemper selbst ist. Was zuletzt in diesem Magazin ja im November 2014 noch mal dokumentiert wurde. Die Souveränität mit der André Kemper dazu in den 90ern noch stand, scheint heute zu fehlen. Dafür hält er die zweite Ohrfeige auf dem Opernball für einen positiven Teil seines Markenkerns. Au Backe!

Anonymous User 30. Januar 2017

Meise? Taubengrosse Meise.

Anonymous User 30. Januar 2017

Wie sagte meine Oma dereinst so schön: Meise ist nicht gleich Meise.

Anonymous User 30. Januar 2017

Ach, guck an. Der Ruf (prä-Ohrfeige) ein psychopathischer Volldulli zu sein wurde nicht von der Ohrfeige beschädigt, das ist ja verrückt.

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