Insolvenz :
Kündigung per Mail und Post vom Golfplatz: Talkabout-Chef Mirko Lange in der Kritik

Mitarbeiter der insolventen Münchner Agentur Talkabout Communications beklagen "schlechten Stil" bei der Informationspolitik ihres Chefs Mirko Lange.

Text: Conrad Breyer

Mitarbeiter der insolventen Münchner Agentur Talkabout Communications beklagen offenbar einen "schlechten Stil" bei der Informationspolitik ihres Chefs Mirko Lange. Seinen 13 Angestellten hat Inhaber Mirko Lange jüngst gekündigt. Ein Mitarbeiter beklagt gegenüber dem Branchendienst "Kontakter", dass ihn die Kündigung aus dem Urlaub erreicht habe - und zwar per Mail: "Und kurz darauf hat Mirko Lange ein Foto vom Golfplatz gepostet."

Lange selbst weist den Vorwurf, seinen Mitarbeitern lediglich schriftlich gekündigt zu haben, zurück: "Wir haben allen persönlich Bescheid gesagt." Dem "Kontakter" liegt indes eine Kündigungs-Mail vor - und auch der Facebook-Post vom Golfplatz ("Golf Porn"). In dem Schreiben räumt Lange wirtschaftliche Probleme ein, und kündigt an, er werde vorsorglich allen Mitarbeitern die ordentliche Kündigung aussprechen, um eine Insolvenz zu vermeiden. In dem Schreiben ist auch von der Option die Rede, dass die Talkabout-Mitarbeiter bei Havas PR - Langes neuem Arbeitgeber - unterkommen könnten.

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Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.