Lange Gesichter: Kein Pencil für Deutschland beim D&AD

Herbe Enttäuschung: Beim diesjährigen D&AD-Award hat es für die deutschen Agenturen zu keinem Pencil gereicht. Insgesamt waren neun Arbeiten aus Deutschland für einen Yellow Pencil nominiert.

Text: Markus Weber

20. Apr. 2012

Herbe Enttäuschung: Beim diesjährigen D&AD-Award hat es für die deutschen Agenturen zu keinem einzigen Pencil gereicht. Insgesamt waren neun Arbeiten aus Deutschland für einen Yellow Pencil nominiert.

Serviceplan stand mit dem "Annual Report" für Austria Solar und seinen Trailern für ZDF History gleich zwei Mal auf der Shortlist. Darüber hinaus hatten Kempertrautmann (Edding: "Wall of Fame"), Heimat (Hornbach: "Jede Veränderung braucht einen Anfang"), BBDO Düsseldorf (Medicom Pharma), Ogilvy & Mather Frankfurt (HMTM Hannover), Luxlotusliner (ZDF "Pixelmacher"), Heine Warnecke Design (Viani-Katalog) und Sigi Mayer (Photographische Gesellschaft "Zeit-Zeugen") auf einen Pencil gehofft.

Insgesamt vergab die strenge Londoner Jury in diesem Jahr 66 Yellow Pencils. JWT Shanghai holte mit seiner Printarbeit für Samsonite gleich drei Pencils (s. Abbildung). Am erfolgreichsten schnitten die Kreativen aus Großbritannien (20 Pencils), den USA (zwölf Pencils) und Frankreich (sieben Pencils) ab. Chinesen, Japaner und Südafrikaner nahmen je vier gelbe Stifte mit nach Hause. Insgesamt durften sich Kreative aus 16 Ländern bei der Preisverleihung im BFI London IMAX über einen Yellow Pencil freuen. Alle Pencil-Gewinner finden Sie hier im PDF.

Noch nie zuvor waren die D&AD-Awards in London so international wie heuer, im 50. Jubiläumsjahr. Von den 12.000 Einreichungen kamen rund 70 Prozent aus dem Ausland. Und von den insgesamt knapp 300 Juroren – inklusive Nachwuchswettbewerb – war die Hälfte nicht aus UK.

Die Gewinner der Black Pencils - so werden beim D&AD-Award die Grand-Prix-Preise genannt - werden erst im September verkündet. (jok/mw)

Von der D&AD-Jurysitzung vor Ort berichtete W&V-Chefredakteur Jochen Kalka hier auf W&V Online.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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