Analphabetismus-Spot :
"Mama, Mama": Patricia Pätzolds rührendes Regiedebüt

Bis vor zwei Jahren war Pätzold bei FCB Hamburg für den globalen Beiersdorf-Etat verantwortlich. Dann stieg sie aus, nahm eine Auszeit und wurde Regisseurin. Das ist ihre erste Arbeit.

Text: Markus Weber

Patricia Pätzolds erste Regiearbeit trägt den Titel "Mama, Mama".
Patricia Pätzolds erste Regiearbeit trägt den Titel "Mama, Mama".

Es handelt sich um einen Spot für das Alfa-Telefon, das den 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland konkrete Hilfe anbietet. Auftraggeber ist der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. in Kooperation mit der Stiftung Hamburger Bücherhallen.

Die frühere FCB-Top-Kreative Patricia Pätzold zeichnet für Regie und Konzeption verantwortlich (Filmproduktion: Czar). Pätzold ist ADC-Mitglied und war zweimal Jurorin bei den Cannes Lions. Für Strategie und Beratung beim Alfa-Projekt war Makers & Breakers aus Hamburg zuständig.

Die Postproduktion übernahm Deli Pictures (Sounddesign: Studio Funk). Der Spot läuft ab sofort online und im kommenden Jahr im Kino.

"Der Konflikt der Mutter ist sehr gut getroffen", sagt Ralf Häder, Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung. "Viele Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können, scheuen davor zurück, sich Hilfe zu suchen. Der Film packt einen emotional."


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.