Kreativer gekündigt :
"Mein Wunsch, Elternzeit zu nehmen, hat alles verändert"

Eine süddeutsche Agentur hat schon jetzt die beste Chancen auf den Titel "Stilloseste Kündigung des Jahres". Sie feuerte einen Kreativen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der Elternzeit - und präsentiert ihn gleichzeitig als "Vollzeitpapa" auf ihrer Website. W&V hat mit dem betroffenen Designer Stefan D. gesprochen.

Text: Markus Weber

- 48 Kommentare

Eine süddeutsche Agentur hat schon jetzt die beste Chancen auf den Titel "Stilloseste Kündigung des Jahres". Sie feuerte einen Kreativen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der Elternzeit - und präsentiert ihn gleichzeitig als "Vollzeitpapa" auf ihrer Website. W&V hat mit dem betroffenen Designer Stefan D. gesprochen.

Herr D., wissen Sie, was auf der Website Ihrer Agentur über Sie steht?

Natürlich. "Stefan geht leider in Elternzeit und kehrt erst wieder im Neuen Jahr gut erholt zu uns zurück....."

Was ist genau passiert, als Sie am Montag "gut erholt" zurückgekehrt sind?

Ich bekam die Kündigung und wurde freigestellt. 

Wie war Ihre erste Reaktion?

Ich war fassungslos. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Der Chef hat Ihnen die Kündigung am ersten Arbeitstag nach der Elternzeit in die Hand gedrückt. Haben Sie sich schon schlau gemacht? Durfte er das überhaupt?

Unsere Agentur hat nur neun festangestellte Mitarbeiter. Das Kündigungsschutzgesetz gilt aber nur für Betriebe, die regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigen. Deshalb bekomme ich im Februar mein letztes Gehalt.

Sie waren fast fünf Jahre in der Agentur beschäftigt. Welcher Grund wurde Ihnen für die Kündigung genannt?

Mein Chef sagt, er sei mit der Qualität meiner Arbeit nicht mehr zufrieden gewesen. Was jahrelang nie ein Thema war, weil meine Kreativarbeit natürlich auch Anteil an Pitch-Erfolgen hatte. Ich war auch an unserem Website-Award beteiligt, der für ziemlich große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Und während meiner Elternzeit hat er mich noch für ein paar Tage in die Agentur reingeholt, als Not am Mann war. Außerdem habe ich Kunden durch private Beziehungen direkt an die Agentur vermittelt. Insgesamt  ist es schwer für mich zu glauben, dass die Qualität meiner Arbeit der Grund war. 

Und was, glauben Sie, ist der wahre Grund?

Der Agenturchef hat es mir übel genommen, dass ich überhaupt Elternzeit genommen habe. Als ich ihn zum ersten Mal von meinem Wunsch in Kenntnis setzte, ist er fast aus allen Wolken gefallen. Später meinte er dann: Zwei Monate wären für ihn o.k. - maximal! Da schwang für mich schon eine unterschwellige Drohung mit. Ich musste aber länger Elternzeit nehmen, weil wir damals noch keinen Kita-Platz hatten. Auch die Angst, dass ich künftig vielleicht ab und zu mal früher los muss oder dass vielleicht irgendwann noch ein zweites Kind kommt, könnte den Chef zur Kündigung veranlasst haben. Das halte ich sogar für sehr wahrscheinlich.

Das Verhältnis zwischen ihnen war aus diesem Grund abgekühlt.

Wir haben lange Zeit ein gutes Verhältnis gehabt. Doch mein Wunsch, Elternzeit zu nehmen, hat alles verändert.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir waren gerade dabei, ein Haus zu kaufen. Daraus wird jetzt natürlich nichts. Das ist in weite Ferne gerückt. Gerade eben habe ich mich arbeitslos gemeldet. Jetzt bin ich dabei, meine Bewerbungsunterlagen aufzufrischen. Ich hoffe natürlich, möglichst schnell etwas zu finden. Es wäre fair gewesen, wenn mich der Chef früher von seinen Absichten in Kenntnis gesetzt hätte. Dann hätte ich in aller Ruhe nach einer neuen Stelle suchen können.

Können Sie - nach Ihren jetzt gemachten Erfahrungen - anderen noch guten Gewissens empfehlen, selbst Elternzeit zu nehmen?

Auf jeden Fall! - Ich habe vor allem eins gelernt: Die Familie geht vor. Denn die bleibt (idealerweise) für immer. Während das mit den Jobs in unserer Branche ja oft ein recht schnelllebiges Geschäft ist. Was die Länge der Elternzeit angeht, da würde ich mir heute aber wohl tatsächlich mehr Gedanken drüber machen. Da hätte ich stärker vorfühlen müssen. Vor allem aber sollte man ganz am Anfang mehr darauf schauen, ob der Arbeitgeber, für den man sich entscheidet, sich durch Familienfreundlichkeit auszeichnet.

Eine Frage zum Schluss: Wie geht es Ihrem Sohn?

Dem geht's gut. Er ist am Samstag ein Jahr alt geworden.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



48 Kommentare

Kommentieren

Anonymous User 30. Januar 2015

Große Unverschämtheit, aber leider vor allem für Frauen in der Branche gang und gäbe. Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: warum wird es erst eine News, wenn en einem Mann passiert? Jede Frau Mitte 30 wird doch schon im Bewerbungsgespräch daraufhin "geprüft", ob sie dann nicht wegen Kind bald nur vermindert einsetzbar ist. Das ist Diskriminierung, die leider größtenteils Frauen tagtäglich passiert.
Und ja, wirklich lachhaft, dass der Arbeitgeber schreibt "kommt gut erholt zurück" :)))

Anonymous User 30. Januar 2015

so gerne agenturen das heile-familien-image für ihre kunden umsetzen, so ungern scheinen sie es dann selbst im haus zu haben.... natürlich wachsen in der branche schon lange keine bäume mehr in den himmel und die goldenen 90er sind lange vorbei, aber ein gewisses rest an mindestanstand sollte man sich trotzdem bewahren.

Anonymous User 29. Januar 2015

Ich habe solche Geschichten aus meinem Bekanntenkreis leider schon öfter gehört und bin jedes Mal wieder aufs Neue schockiert! Ich kann auch ein Lied davon singen: Ich arbeite seit rund 8 Jahren in der Münchner Medienbranche, bin top ausgebildet, habe erstklassige Referenzen und schaue mich gerade nach einer neuen Stelle um. Mein Mann und ich haben letztes Jahr geheiratet, ich bin jetzt 32 und bekomme seit rund 14 Monaten nur Absagen. Auf verstärkte Nachfrage meinerseits, was am Lebenslauf denn nicht gefällt, kam dann in der Tat von mehreren Firmen die Aussage "na ja, sie sind ja verheiratet und Ü 30, da kommt sicher bald ein Kind..." Das ärgert mich masslos! Nicht jedes Ehepaar wünscht sich Kinder oder kann überhaupt welche bekommen und jetzt soll allein die Tatsache, dass Frau verheiratet ist, schon ein Karrierekiller sein??? In was für einer Arbeitswelt leben wir eigentlich? Das bringt wirklich mein Weltbild ins Wanken...

Anonymous User 29. Januar 2015

Wir (5 (Teilzeit-)Mitarbeiter) versuchen schon seit vielen Jahren zu beweisen, dass man auch eine Agentur fair und sozial führen kann. Um so ärgerlicher ist es dann, wenn Menschen wie Herr Weisshaupt mit dem Hintern so ein mühsam aufgebautes Image wieder einreißen und man beim nächsten Vorstellungsgespräch dann wieder mit Frauen spricht, die sich dafür entschuldigen, Mutter zu sein. Mit dem richtigen Willen geht es auch anders. Unser einziger Haupt-Grafiker, Programmierer und IT-Spezialist ist nun für 14 Monate in Elternzeit aber wir konnten uns dank rechtzeitiger Warnung (auch an die Kunden) gut vorbereiten. Das werden all die Jammerer und Sich-über-Gesetze-Beschwerer nie begreifen, dass es mit Kooperation funktioniert und man so auch als kleiner Arbeitgeber durchaus attraktiv sein kann.
Übrigens: Man darf als Eigentümer ein Gesetz ja durchaus kritisieren, aber die Bedingungen sind nun mal für alle gleich und wer schon ein solches Problem nicht organisieren kann wie soll der ein größeres zeitkritisches Projekt für einen Kunden stemmen?

Anonymous User 29. Januar 2015

@Klemens: Wir haben den Namen der Agentur auf Wunsch des Betroffenen nicht genannt.

Anonymous User 29. Januar 2015

Warum wird die Agentur nicht genannt?

Anonymous User 29. Januar 2015

@Prospero: Wir haben die Agentur kontaktiert. - Nachdem der Name der Agentur im Netz die Runde gemacht hat, ist es uns natürlich wichtig, dass die Agentur ihre Sicht der Dinge darstellen kann.

Anonymous User 29. Januar 2015

Leider ein sehr einseitiger Bericht - warum hat man nicht den Chef der Agentur gefragt, wie er die Angelegenheit sieht? Man sollte immer beide Seiten hören!

Anonymous User 29. Januar 2015

Das habe ich auch schon gehabt. Meine erste Elternzeitanfrage bei meinem damaligen Chef war noch total positiv aufgenommen, nach knapp 3 Jahren Firmenzugehörigkeit. Dann fing er beim konkretisieren schon an rumzudrucksen, bis hin, das er auf einmal keine Zeit mehr für mich hatte um die Form meiner Elternzeit mit mir zu besprechen. Dann reichte ich einfach ein. 2 x einen Monat, einmal vom 21.07.-20.08. und einmal 21.12.-20.01.Bis zum ersten Teil der Elternzeit lief noch alles gut, doch als ich ende August wieder zur Arbeit kam, wurde alles anders. Jede Woche wurde immer mehr zur Qual, die beiden Geschäftsführer fingen an mich zu mobben. Hier eine Spitzfindigkeit, dort eine angebliche Beschwerde über mich, da irgend etwas, dort etwas. Es wurde zum Spießrutenlauf. Bis ich dann am 20.12. meinen letzten Tag vor der Elternzeit antratt. Ich wurde ins Besprechungszimmer zitiert, dort wurde mir der Firmenanwalt vorgestellt und er legte mir fadenscheinige Dinge vor, wo ich mich angeblich verfehlt habe. Ich konnte allerdings alle von der Geschäftleitung genannten Punkte stichhaltig beantworten und meine Unschuld beweisen. Alle Punkte waren aus der hohlen Hand gesaugt. "Wir möchten Ihnen hiermit und nur heute einen Aufhebungsvertrag anbieten. Wenn Sie ihn nicht annehmen gehen wir vor Gericht!" Ich mir den Zettel angeschaut und es fehlte etwas entscheidedendes, nämlich eine Abfindungssumme. Arbeiten wollte ich eh schon lange nicht mehr für den Saftladen, wollte nur noch meinen 2. Teil der Elternzeit abwarten und hätte mir dann eh etwas neues geuscht. Also schickte ich den Anwalt mit meinen Geschäftsführer wieder raus, mit der Bitte sich doch etwas einfallen zulassen was dort für eine Summe stehen muss. Der Anwalt druckste rum, ging dann aber doch. Sie kamen mit 1000 Euro Brutto zurück, welches ich ablehnte. Am Ende der Verhandlung willigte der Chef Zähneknirschende auf anraten seines Anwaltes eine vielfach höhere Summe ein. Der Chef und sein Anwalt gingen ohne sich zu verabschieden aus dem Raum und ich durfte direkt unter Aufsicht eines Kollegen meine Sachen packen. Und das alles ein paar Tage vor Weihnachten. Aber ich hatte trotzdem eine schöne Zeit, denn ich hab noch in meiner Elternzeit einen neuen Job befunden. Leider habe ich mich dann bei meinen 2 weiteren Kindern, bei den nachfolgenden Arbeitgebern, nicht mehr getraut in Elternzeit zu gehen, so etwas wollte ich nicht noch einmal durch machen!

Anonymous User 29. Januar 2015

Traurig - und unverständlich. Wenn es tatsächlich an der Qualität gelegen hätte, ist das Timing höchst fragwürdig. Kein Wunder, dass Kreative sich gar nicht mehr an Agenturen fest binden, und lieber auf saftige Tagessätze setzen.

Anonymous User 29. Januar 2015

Scheint ja eine ganz schlimme Agentur zu sein. Nicht nur die Kampagnen sind (grotten)schlecht, sondern auch noch deren Mitarbeiterführung. Ich hoffe, die Kunden werden sich aufgrund eines solchen Vorfalles auch mal die Agenturbeziehung hinterfragen.

Anonymous User 29. Januar 2015

Ich wurde während meiner Elternzeit (6Monate) in die Agentur gerufen und dort wurde mir mitgeteilt das ich am ersten Tag nach meiner Elternzeit gekündigt werde. War auch ne geile Geschichte! Statt Kindererziehung war Jobsuche angesagt - es gab dann ein Auflösungsvertrag, weil ich ne neue Stelle hatte.

Anonymous User 29. Januar 2015

@robby: die Kollegen sind hier doch genauso betroffen. Denn sie können die nächsten sein. Keine Frage: mit dieser Aktion hat sich Oscar-Charlie als potenzieller Arbeitgeber für junges, motiviertes Personal ein derbes Eigentor geschossen. Dass sich das Ganze auch auf die interne Stimmung und die Qualität des Outputs auswirken wird, werden wir alle bald sehen können. Und der ein oder andere Kunde wird sich gewiss abwenden. Man darf also gespannt sein ob es seitens der Agentur eine Krisen PR geben wird. Die WUV wird dort jedenfalls auch nicht mehr lange im Foyers liegen ...

Anonymous User 28. Januar 2015

Gesetzlich sind bis zu 3 Jahre Elternzeit möglich. Mit dieser Realität sollten auch Agenturen sich anfreunden. Sie müssen in dieser Zeit keinen Lohn zahlen und können somit eine Vertretung einstellen oder Beauftragen. Der Text über den Jungen Vater auf der Webseite ist eine Frecheit. Mögen dem Agenturhäuptling die Knechte in Scharen davonlaufen...

Anonymous User 28. Januar 2015

@Harald Korn: STEFAN DAUN ist doch der Betroffene! Was er dazu sagt, steht im Interview...

Anonymous User 28. Januar 2015

Wenn einem Mann das passiert ist das 'ne News. Ich kenne aber mehr Frauen, denen das passiert ist... Warum hört man davon nichts?

Anonymous User 28. Januar 2015

Das scheint in Stuttgart leider üblich zu sein - habe 2mal das Gleiche erlebt! Kündigung nach Rückkehr aus der Elternzeit - dummerweise zu der Zeit schon wieder schwanger, d.h. unkündbar, 2. Kündigung zum Ende der 2. Elternzeit!

Anonymous User 28. Januar 2015

Einen Praktikanten sucht die Agentur ja auch - aber bitte jemanden, der ein Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums absolvieren muss. Da wird dann auch in sechs Monaten kein Mindestlohn fällig. Dafür gibt es "leckeren Kaffee". In welcher Welt leben wir denn mittlerweile?

Anonymous User 28. Januar 2015

Kunde ist u.a. auch das Innenministerium Baden Württemberg – wie lange wohl noch?

Anonymous User 28. Januar 2015

Tolle Agentur,
Senior Art Director raus - Junior rein.

http://oscar-charlie.de/jobs/junior-art-direktor/

Und zack haben wir das Betriebsergebnis für 2015 verbessert.

Anonymous User 28. Januar 2015

Welcher Agenturinhaber hat jemals Management und Unternehmenskultur gelernt? Das Führungsverhalten, wie hier beschrieben gehört zur Tagesordnung. Da müssen Mitarbeiter, den Arztbesuch als Urlaub beantragen, Miese Gehälter. Überstunden und Wochenendarbeit werden nicht honoriert oder es werden gar keine Gehälter bezahlt, da der Aufenthalt in der Agentur gut für die Vita ist. Altersversorgung ein Fremdwort. Über 40 fliegt jeder raus. Nur einer verdient - der Inhaber.
Wehrt Euch mit Betriebsräten oder Mitarbeitervertretungen, sonst lernen Eure ach so tollen, hippen und kreativen Chefs das nie.
Tipp: 3 Jahre Agenturerfahrung sammeln und nichts wie weg aus dieser düsteren Branche. Wer länger bleibt ist ein Masochist!!!!

Anonymous User 28. Januar 2015

Abgesehen davon, dass man bei jedem Konflikt beide Seiten hören sollte, gibt es jetzt eine persönliche Situation von Herrn D.: Er geht im Unfrieden, der Chef äußert Kritik an der erbrachten Leistung und Herr D. braucht ein Arbeitszeugnis. Ich hoffe für ihn, dass er ohne Probleme ein faires Zeugnis bekommt. Allen anderen - Männern wie Frauen - rate ich dringend, vorzusorgen. Elternzeit, Chefwechsel, interner Arbeitsplatzwechsel, Beförderung - all dies sind Umbruchsituationen und niemand weiß, wie die Situation in einem halben oder einem Jahr aussieht. Vorsorgen ist immer präventiv - die Klage lautet immer: "Wenn ich das eher gewusst hätte..." Wie man dieses "Vorsorgen" für ein gutes Arbeitszeugnis geht, finden Sie in einem Artikel von mir: http://familie-und-management.de/im-job-laeuft-es-richtig-gut-2-dinge-die-du-genau-jetzt-tun-solltest/

Anonymous User 28. Januar 2015

Gut, dass die Story veröffentlicht wird, denn Elternzeit (für Väter) dient der Familie, ist anstrengend genug und sicher kein Urlaub.

Anonymous User 28. Januar 2015

So was ist zum Kotzen!!! Was sagen denn: MARION BERTHELEMOT, JOCHEN STROTZER, KATRIN STANULA, BETTINA BLEI, DANIELA TICHY, SANDRA MISCH, HEIKE LIEBERHERR, STEFAN DAUN und GABRIELE KILLE dazu?

Anonymous User 28. Januar 2015

Ich kenne die Agentur nicht, aber ich habe ein bisschen Mitleid. Möchte nicht von Leuten beleidigt werden, die die Umstände nicht kennen. Kann doch auch alles ganz anders gewesen sein...

Anonymous User 28. Januar 2015

Ich kann doch vorher gar nicht abfragen, ob das Unternehmen familienfreundlich ist. Sobald ich das Wort Familie im Vorstellungsgespräch in den Mund nehme bin ich doch sofort aus dem Rennen. *leider*

Anonymous User 28. Januar 2015

Hätte ich einen Job zu vergeben, würde ich Ihnen den direkt anbieten. Weiter viel Spaß mit Ihrem Sohn!

Anonymous User 28. Januar 2015

Eine Agentur und die Sache mit den Anführungsstrichen...

Stefan geht „leider“ in Elternzeit und kehrt erst wieder im neuen Jahr „gut erholt“ zu uns zurück.

a) wörtliche Rede
Passt nicht.
b) Zitat
Passt nicht. Was soll ein Zitat an dieser Stelle?
c) Hervorhebung von Äußerungen
Könnte passen, wenn es die vom Chef ist. Ansonsten wird ein Mensch, der in Elternzeit geht, wohl kaum "leider" sagen.
d) ironische Hervorhebungen
Bleibt noch übrig und passt bei den ersten Monaten zumindest beim Thema "Erholung" ganz gut. Das hier auch "leider" so hervorgehoben wird, ist schon mal eine Ansage...

Anonymous User 28. Januar 2015

Eine Agentur punktet duch das "Durchschnittsalter: 35", weil?

Anonymous User 28. Januar 2015

Non je ne suis pas oscar-charlie!

Ach, und sei froh, dass du da weg bist. Die Arbeiten auf der Website haben meiner Meinung nach nämlich nur bedingt was mit Werbung zu tun ...

Anonymous User 28. Januar 2015

Bei solchen sensiblen Geschichten, sollte man als Journalist doch erstmal die Gegenseite auch anhören. Warum wurde diese nicht befragt?

Anonymous User 28. Januar 2015

Das schockiert mich immer wieder, wie gnadenlos und unmenschlich die Chefs in dieser Branche mit ihren Mitarbeitern umgehen. Es bestätigt mich auch darin, darauf zu achten nicht zu viele Überstunden zu machen für umsonst - denn wie man hier sieht: es wird einem nicht gedankt, wenn man sich auch mal als Not am Mann einsetzt.

Anonymous User 28. Januar 2015

Die Beschreibung von Hr. Weißhaupt auf der Agentur-Website fängt ja schon sympathisch an "Cheffe. Der, der das Sagen hat…"

Anonymous User 28. Januar 2015

#JeSuisCharlie

Anonymous User 28. Januar 2015

Na, dann weiß man ja schon mal, zu wem man in Stuttgart - als Kunde oder Angestellter - lieber nicht gehen sollte... Völlig stilllos und daneben, Oscar Charlie!

> www.oscar-charlie.de

Anonymous User 28. Januar 2015

Je suis Oscar Charlie.

Anonymous User 28. Januar 2015

Man darf gespannt sein, wie die Kunden eines Unternehmens reagieren, dass eine solche Unternehmensphilosophie verfolgt

Anonymous User 28. Januar 2015

Jede Medaille hat zwei Seiten. Zu seriöser und differenzierter Berichterstattung gehört auch die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Vielleicht stellt sich die Geschichte dann doch etwas anders dar - oder es bestätigt sich, dass das ein richtiger Saftladen ist.

Anonymous User 28. Januar 2015

Im Text steht "ab Ende Juli" das wären dann bis Januar ca. 6 Monate.
Ich bin selbst Chef einer 9-Köpfigen Agentur, habe zwei Kinder und machte 4 x 1 Monat Elternzeit. Verteilt auf 4 Jahre. Wenn ein Mitarbeiter aber 6 Monate fehlt ist das schon krass. Trotzdem hätte der gute Chef das vorher klären müssen. Ziemlich ungute Aktien von Oscar- Carlie!

Anonymous User 28. Januar 2015

Leider kein Einzelfall in der Agenturwelt - auch wenn normalerweise eher die Frauen betroffen sind. Mir selbst wurde die fest vereinbarte Rückkehr in Teilzeit nach einem Jahr Elternzeit verweigert. Das fest eingeplante Geld fehlte uns an allen Ecken und Enden - und das alles völlig legal. Fazit: Die Arbeitgeber nutzen das schlampig gestrickte Elternzeitgesetzt rücksichtslos zu ihren Gunsten aus, darauf sollten sich alle werdenden Väter und Mütter in Agenturen gefasst machen. So familienfeindlich ist die Realität.

Anonymous User 28. Januar 2015

Sie sollten sich schämen Herr Weißhaupt, das ist ein Armutszeugnis für Sie und Ihre "Agentur"... Werde das in meinem Netzwerk verbreiten

Anonymous User 28. Januar 2015

Wie lange war denn die Elternzeit? Diese Information fehlt leider im Text. Ich finde so etwas muss man auch mit seinem Arbeitgeber besprechen und sollte ihn nicht einfach mit einer Forderung konfrontieren. Es betrifft schliesslich beide Seiten mit den entsprechenden Konsequenzen.

Anonymous User 28. Januar 2015

http://oscar-charlie.de/employees/stefan-daun/

Anonymous User 28. Januar 2015

Ich bin auch Chef einer kleinen Werbeagentur und kenne die Problematik, auf eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter für einige Monate verzichten zu müssen. Hier muss die Politik unbedingt die bestehenden Gesetze ändern, denn sonst wird die Elternzeit zu einem ungewollten Bumerang für die Betroffenen. Die Vorgehensweuse der Stuttgarter Agentur oscar-charlie ist - Recht hin, Recht her - moralisch und menschlich voll daneben.

Anonymous User 28. Januar 2015

Manchmal sollte man die Leute darauf ansprechen, damit sie ihre Einstellungen vielleicht demnächst überdenken.
http://www.twitter.com/_yeahsus/status/560402167681781760

Anonymous User 28. Januar 2015

Dann empfehle ich die Agentur doch gern bei Yelp, Trustpilot und den anderen Kundenbewertungsplattformen liebend gern weiter.

Anonymous User 28. Januar 2015

Agentur mit Herz und Seele, hach ja.

Ist doch (gerade) in Stuttgart bei kleinen Agenturen schon völlig normal geworden. Inkl. Entlassungen am letzten Arbeitstag vor Weihnachten...

Anonymous User 28. Januar 2015

oscar-charlie.de/

Diskutieren Sie mit