Mission in München: Serviceplan ist für die Wiedervereinigung

Die Agenturgruppe Serviceplan bekennt sich zu München, ihrem Hauptsitz, genauer zum Englischen Garten, einem der größten Stadtparks der Welt. Die Münchner Werber entwickelten honorarfrei eine interaktive Kampagne für dessen Wiedervereinigung und stellen auch selbst Testimonials. W&V Online präsentiert die ersten Motive und Funkspots.

Text: Franziska Mozart

09. May. 2012

Serviceplan bekennt sich zu München, ihrem Hauptsitz, genauer zum Englischen Garten, einem der größten Stadtparks der Welt. Die Agenturgruppe entwickelte honorarfrei eine Kampagne für dessen Wiedervereinigung. Denn seit fast 50 Jahren wird der Park von einer vierspurigen Stadtautobahn auseinander geschnitten. Die Initiative "Ein Englischer Garten" will diese Trennung rückgängig machen und setzt sich für die Untertunnelung des Parks ein.

Serviceplan will jetzt mit einer interaktiven Kampagne auch die Münchner Bürger für das Projekt begeistern. Jeder kann online sein Foto hochladen, sein Statement abgeben, warum er die Initiative unterstützt und natürlich die Bankverbindung für das Spendenkonto abrufen. Einige prominente Testimonials hat die Kampagne bereits, etwa die Schauspielerin Jutta Speidel oder den Alt-Oberbürgermeister Hans Jochen Vogel, der damals den Bau der Stadtautobahn beschloss; "damit alte Wunden heilen" ist seine Motivation, sich zu beteiligen.

Die lustigsten und tiefsinnigsten Beiträge werden auf Plakaten, Anzeigen und Online-Werbeplätzen zu sehen sein. Ströer Out of Home Media und Ströer Digital stellen die Plätze zur Verfügung. Zudem laufen bereits Gespräche mit regionalen Tageszeitungen und Radiosendern, so dass die Kampagne einen möglichst hohen Media-Gegenwert erreicht. Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken hofft, dass sie möglichst lange laufen kann, weil immer neue Gesichter und Statements hinzukommen. "Es sollte einfach zum guten Ton gehören, sich daran zu beteiligen."

Die Untertunnelung wird voraussichtlich 70 Millionen Euro kosten. Die Initiative hofft, mit Hilfe der Spenden von Bürgern und Unternehmen, eine so hohe Summe einwerben zu können, dass der Stadtrat praktisch zustimmen muss. Doch zusätzlich zum finanziellen Einsatz hoffen die Initiatoren Hermann Grub und Petra Lejeune auf ideelle Unterstützung. Jeder Kleinunternehmer, der Platz für Flyer der Plakate bereitstellt, sei willkommen.

Das Architektenpaar kam Anfang des Jahres auf Serviceplan zu. Im Kreativranking informierten sich die beiden über die deutsche Agenturlandschaft und waren erfreut, eine der kreativsten Agenturen in München zu finden. Bei der Agentur trafen die Initiatoren auf offene Ohren und fanden so einen Partner, der die Kampagne honorarfrei entwickelte. "Das ist ein sehr emotionales Thema", so Focken.


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