Geschäftszahlen :
Omnicom: Gedämpfte Stimmung wegen Trump und Brexit

Im Schatten von Brexit und US-Wahlkampf: Die zweitgrößte Agenturgruppe der Welt präsentiert ordentliche Zahlen fürs dritte Quartal. Doch die politischen Ereignisse in den beiden wichtigsten Märkten bringen enorme Unsicherheit.

Text: Markus Weber

Der weltweite Omnicom-Boss John Wren.
Der weltweite Omnicom-Boss John Wren.

Die zweitgrößte Agenturgruppe der Welt präsentiert für das dritte Quartal ordentliche Zahlen. Doch die derzeitigen politischen Ereignisse in den für Omnicom wichtigsten Märkten (US-Wahlkampf und Brexit) bringen für die Werbeholding erhebliche Unsicherheiten mit sich.

Der tiefe Fall des britischen Pfunds ist schuld daran, dass das Umsatzwachstum im abgelaufenen Quartal (plus 2,3 Prozent) nicht deutlich höher ausfiel. 3,8 Milliarden US-Dollar hat Omnicom von Juli bis September weltweit umgesetzt.

Betrachtet man ausschließlich das organische Wachstum, so steht Omnicom in Großbritannien ausgesprochen gut da - mit einem Plus von 5,2 Prozent. Im übrigen Europa betrug das Wachstum im dritten Quartal nur 2,0 Prozent. In Afrika sowie im Nahen und Mittleren Osten legte Omnicom um 15,6 Prozent zu.

Der operative Gewinn im Vierteljahr beläuft sich auf 453 Millionen Dollar (plus 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Die operative Marge konnte von 11,6 auf 12 Prozent gesteigert werden. Der Nettogewinn der Gruppe lag im dritten Quartal bei 254 Millionen Dollar (plus 6,1 Prozent).

In den ersten neun Monaten des Jahres kommt Omnicom damit auf einen Nettoertrag von fast 800 Millionen Dollar. Das sind 4,7 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Zur Omnicom-Gruppe gehören internationale Agenturmarken wie BBDO, DDB, TBWAOMD und PHD, aber auch Kreativschmieden wie etwa Heimat aus Berlin.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.