Relaunch :
Pitchblog: Nicht nur anprangern, sondern auch erziehen

Die Verbände GWA und GPRA haben den Pitchblog zur Plattform rund um die Themen Pitch und Ausschreibung ausgebaut.

Text: Peter Hammer

Thorsten Hebes kümmert sich beim GPRA um den Pitchblog.
Thorsten Hebes kümmert sich beim GPRA um den Pitchblog.

Als der Pitchblog 2014 vom PR-Verband GPRA gelauncht wurde, war die Zielsetzung klar: Das Outen von unprofessionellen und vor allem unfairen Ausschreibungen und Pitches samt Auftraggeber sollte abschrecken. Eine Art Online-Pranger eben. Doch passiert ist auf der gleichnamigen Seite eher wenig. Das dürfte sich ändern. Seit Sommer diesen Jahres unterstützt der GWA das Projekt. Jetzt bekam die Plattform einen deutlich edukativeren Charakter. "Bei den Verbänden geht es vor allem auch um die Wertschätzung der Agenturauftraggeber für die Arbeit von Agenturen", sagt Thorsten Hebes, beim GPRA verantwortlich für das Projekt.

Neben einem Design-Updaten wurden neue Inhalte und weitere Themenbereiche integriert. Sie sollen helfen, Pitches und Ausschreibungen weiter zu professionalisieren. Jetzt gibt es als neue Rubrik "Learn to Pitch". Darin finden sich Handlungsempfehlungen für Werbungtreibende wie Agenturen. Es geht es vor allem um die richtige Ausgestaltung der Ausschreibungen. Unter "Editor‘s Blog" finden Besucher der Plattform Analysen und Kommentare rund ums Pitchen. Der Pitchblog-Chefredakteur und Rechtsanwalt Ben M. Irle sowie Gastautoren kommentieren positive wie negative Trends bei Ausschreibungen und mehr.

Nicht geändert hat sich grundsätzliche Procedere. Die Einreicher bleiben anonym. Die Auftraggeber dagegen werden namentlich genannt, bekommen aber die Möglichkeit, Stellung zu beziehen.