Philipp und Keuntje :
Plakat des Jahres 2013: "Hauptsache arschkalt" von Astra

"Platz für Provokation": Das Motiv von Philipp und Keuntje für das Winterbier von Astra gewinnt das Publikumsvoting im Wettbewerb von Jost von Brandis.

Text: Frauke Schobelt

- 5 Kommentare

"Kreativ, innovativ und ein echter Hingucker", so lobt Jost von Brandis das Motiv "Hauptsache arschkalt" von Astra, das die Publikumswahl zum Plakat des Jahres 2013 gewonnen hat. Bei dem Wettbewerb des Außenwerbers ging im Online-Voting das Motiv mit den knackigen Pos klar als Sieger hervor.

Das Plakatmotiv wurde von der Hamburger Agentur Philipp und Keuntje kreiert, langjähriger Stammbetreuer der Hamburger Biermarke aus der Holsten-Brauerei. "Wir freuen uns sehr, dass die Astra-Kampagne nach 15 Jahren immer noch die Stärke hat, Publikumspreise zu gewinnen“, sagt Andreas Müller-Horn, Unitleiter bei Philipp und Keuntje, „und dass ausgerechnet dieses Motiv gewinnt, zeigt, dass auf dem schmalen Grad zwischen CSR-Richtlinien und Werbeattraktivität immer noch ein bisschen Platz für Provokation ist."

Im November 2013 hatte das witzige Motiv bereits die Wahl zum Plakat des Monats gewonnen. Den Wettbewerb gibt es auch 2014 - neu ist der Name "Stadtperle – Auf der Straße das Beste!". Außerdem kürt die Jury mit Experten wie Sascha Hanke (CD Kolle Rebbe), Kai Röffen (CCO Thjnk) und Patricia Pätzold (Debuty Global Creative Director, Draftfcb) in diesem Jahr nicht nur Plakate, sondern die stärkste Kreation aus allen Out-of-Home-Medien. Dazu gehören auch digitale Werbeträger, Ambient Media und Transportmedien. Während bei "Stadtperle" eine Fachjury entscheidet, wird der Jahressieger 2014 erneut per Publikumswahl bestimmt.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



5 Kommentare

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Anonymous User 27. März 2014

*** vorab an die W&V Redaktion
Nun habt Ihr tatsächlich ALLE der gestern Abend von mir abgegeben Kommentare gelöscht, anstatt nur die Dubletten zu entfernen. So war das nicht gedacht. Da ich den Text noch in der Zwischenablage habe, stelle ich ihn nun nochmals ein. Bitte den Hinweis von 23:28 Uhr entfernen. ***

Auch wenn Sie in Ihrem Kommentar, lieber Herr Bockrath, nicht explizit darauf hinweisen, so nehme ich einfach mal an, dass Sie für das Unternehmen Jost von Brandis arbeiten und insofern als Initiator der Aktion sprechen.

Zum Zeitpunkt meines Erstbesuchs ist die Infoseite jvb.de/stadtperle in jedem Fall unzugänglich gewesen, ich würde annehmen schon seit mehreren Tagen/Wochen. Die Weiterleitung wurde also erst im Laufe des Tages eingerichtet und somit der Fehler behoben.

Auf der nun aufrufbaren Infoseite heißt es: „Monatlich wird einer hochkarätigen Jury […] eine Auswahl von klassischen Umsetzungen zur Beurteilung geschickt.“ Hier wäre die Frage, auf welche Weise diese Auswahl erfolgt und vor allem durch wen?

Zu den Prinzipien eines Wettbewerbs gehört, dass Wettbewerbsbeiträge von den jeweiligen Wettbewerbsteilnehmern eingereicht werden. Ein Wettbewerb setzt also voraus, dass Teilnehmer selbst aktiv werden. Ein Wettbewerb zeichnet sich zudem dadurch aus, dass Teilnahmebedingungen veröffentlicht werden, in denen etwa Fristen genannt und Vereinbarungen hinsichtlich der Nutzung und Veröffentlichung der Wettbewerbsbeiträge definiert sind. Da all dies nicht gegeben ist, ist in diesem Fall die Bezeichnung „Wettbewerb“ schlichtweg nicht korrekt.

Wesensmerkmal eines fairen und transparenten Wettbewerbs, etwa auch von Preisen/Auszeichnungen, ist zudem der Umstand, dass Ergebnisse, seien es Onlineabstimmungen oder Entscheidungen einer Jury, auch aus den Vorjahren einsehbar BLEIBEN. Nur so wird Transparenz erreicht. Und genau so halten es Ausrichter namhafter Preise und Wettbewerbe.

Anonymous User 26. März 2014

******** Bitte die Kommentardubletten löschen. Danke. **********

Anonymous User 26. März 2014

Lieber Herr Schaffrinna,

vielen Dank für den Kommentar und Ihre Hinweise. Der Link zur Stadtperle funktioniert eigentlich perfekt - testen Sie selbst: www.jvb.de/stadtperle. Hingegen ist der Link zur Plakatwahl 2013 tatsächlich deaktiviert, denn die Online-Abstimmung zum Plakat des Jahres 2013 ist ja längst abgeschlossen.

Bezüglich Ihres Einwands - "intransparente Wettbewerbs-Vorgehensweise" und Ihrer Fragen zur Stadtperle möchte ich Sie bitten auf http://www.jvb.de/stadtperle zu klicken und dort beispielsweise unter "Info" nachzulesen. Da bekommen Sie alle relevanten Informationen zum Wettbewerb.

Herzliche Grüße

Christian Bockrath

Anonymous User 26. März 2014

ASTRA hat in der Vergangenheit oft mit Plakaten geworben, die frech und mit nackter Haut provozieren. Von "Da wurde doch was gemacht" über "Irgendwo muss der Text ja stehen" bis zu "Keine Haare auf der Brust" waren diese alle aber auch hintersinnig und verließen sich nicht allein auf das bloße Wortspiel. "Arschkalt" ist trotz Knackärschen dagegen etwas platt und fällt leider ab von der ansonsten qualitativ meist hochwertigen Kampagne.

Anonymous User 26. März 2014

Dem Artikel ist nicht eindeutig zu entnehmen, wer eigentlich Initiator dieses „Wettbewerbs“ ist. Auch nicht, wo genau die Online-Abstimmung stattfindet, sodass unklar ist, wie es zu dem Ergebnis gekommen ist.

Wenn ich das richtig sehe, dann hat der „renommierte Wettbewerb“, so die Angabe auf der Firmenwebsite von Jost von Brandis, auf der entsprechenden Facebook-Fanpage https://www.facebook.com/stadtperle 7 Fans. Nicht das Facebook nun der einzige Gradmesser wäre, aber… Sieben?! Auf besagter Firmenwebsite produziert die Eingabe der dort veröffentlichten URL www.jvb.de/stadtperle/ einen 404-Fehler, gleiches gilt für www.jvb.de/plakatwahl2013/

Ob dieses eher, wie ich meine, fragwürdigen Hintergrundes und der reichlich intransparenten Wettbewerbs-Vorgehensweise (wer darf wann was zu welchen Konditionen einreichen, um was genau zu gewinnen?) frage ich einfach mal: Warum veröffentlicht W&V so etwas?

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