Publicis meldet rückläufiges Geschäft in Deutschland

Die Publicis-Gruppe hat im ersten Halbjahr zwar weltweit mehr als drei Milliarden Euro umgesetzt. Doch organisch konnte die Gruppe kaum zulegen. In Deutschland war das Geschäft sogar rückläufig.

Text: Markus Weber

20. Jul. 2012

Die Publicis-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2012 mehr als drei Milliarden Euro umgesetzt. Nach 2,7 Milliarden im ersten Halbjahr 2011 bedeutet das zwar eine Steigerung um 14,3 Prozent. Doch was sich zunächst gut anhört, entpuppt sich trotzdem als Enttäuschung. Denn insbesondere im zweiten Quartal konnte die Gruppe organisch kaum zulegen (plus 1,6 Prozent). Im gesamten ersten Halbjahr lag das organische Wachstum bei 2,8 Prozent. Der starke Umsatzzuwachs kam also nur durch Konsolidierungseffekte zustande.

Die Wachstumsschwäche - insbesondere im zweiten Quartal - ist auf die schwierige Situation in Europa sowie auf den Verlust des GM-Media- und Suchmaschinenmarketing-Etats zurückzuführen. Während die Publicis-Gruppe in Großbritannien und Frankreich noch zulegen konnte, war das Geschäft in Deutschland, Italien und Spanien rückläufig. Genaue Zahlen für die einzelnen Länder nennt die Gruppe nicht.

Der Halbjahresgewinn der Gruppe stieg trotz der schwierigen Rahmenbedingungen um satte 19 Prozent auf 275 Millionen Euro. Ein Drittel des Publicis-Umsatzes rührt mittlerweile aus dem Digitalgeschäft.

Zu Publicis gehören neben dem gleichnamigen Network auch Agenturmarken wie Saatchi & Saatchi, Leo Burnett, Starcom MediaVest und ZenithOptimedia.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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