Kommunikationsdreh :
So rettet Heimat die Opel-Kommunikation

Humor statt Betroffenheit: Die Agentur Heimat gibt dem Thema Opel/Peugeot eine positive Richtung - dank Louis de Funes.

Text: Rolf Schröter

Louis de Funes (r.) rettet die Opel-Kommunikation.
Louis de Funes (r.) rettet die Opel-Kommunikation.

Ist schon ein fast ein halbes Jahrhundert alt, aber das kennt sogar die Generation Z: Die Szene aus dem Film "Hasch mich, ich bin der Mörder" mit dem berühmten Dialog "Nein! - Doch! - Oh!" zwischen dem Komiker Louis de Funes und dem Schauspieler Bertrand Blier.

Diese Szene hat Opel-Marketingvorstand Tina Müller getwittert - mit neuem Text. Und es ist auch auf Youtube & Co. zu sehen.

Dahinter steckt Heimat, die "Always-on-Agentur" von Opel. Neben Scholz & Friends hat Heimat die Aufgabe, möglichst schnell zu produzieren, wenn es darauf ankommt. Jetzt kommt's darauf an. Denn die öffentliche Opel-Diskussion trieft vor Betroffenheit.

Es ging darum, ein positives Zeichen zu setzen, sagt Julia Bubenik, die bei Heimat in Berlin als Managing Director und Geschäftsführerin für den Kunden Opel verantwortlich ist.

Klar: Ein französischer Konzern schluckt Opel - da bestehen Ängste und Vorurteile. Wie könnte man diese Schockstarre besser auflösen als mit gutem französischem Humor?

Heimat war rechtzeitig alarmiert. Falls es zu dem Deal kommen würde, wollte Tina Müller ein positives Zeichen setzen. Ein paar Tage hat ein kleines Team bei Heimat an dem eineinhalbminütigen Film gearbeitet und die Rechte geklärt. Es ist ein kleines Meisterwerk geworden: genial getextet, perfekt synchronisiert. Chapeau!


Autor:

Rolf Schröter
Rolf Schröter

Als Leiter des Marketing-Ressorts der W&V und neugieriger Kurpfälzer interessiert sich Rolf Schröter prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders mag er, was mit Design und Auto zu tun hat.