Henkel :
Stöhr verliert Spee an TBWA

Henkel konsolidiert den Waschmittel-Etat bei TBWA. Stöhr, MarkenKommunikation in Düsseldorf hat den Etat jahrelang betreut.

Text: Uli Busch

Der Konsumgüterhersteller Henkel, Düsseldorf, konsolidiert seine Etats. Das Waschmittel Spee betreut in Zukunft TBWA, ebenfalls Düsseldorf. Stöhr, MarkenKommunikation, hatte das Budget jahrelang inne und muss es jetzt abgeben.

Henkel arbeitet in Deutschland, was Wasch- und Reinigungsmittel angeht, mit DDB und TBWA zusammen. Seit Langem will das Marketing den Agenturpool reduzieren; doch lange galt es als ungeschriebenes Gesetz, dass Spee persönlich von Agenturinhaber Jürgen Stöhr betreut wird. Entsprechende Markenexpertise und gute persönliche Beziehungen des Werbers zur Henkel, waren dafür ausschlaggebend. Diese Regel wird jetzt obsolet; Henkel will lieber sparen.

Was die Etatvergabe für die Agentur Stöhr, MarkenKommunikation, bedeutet, ist unklar. Der Etat war siebenstellig. Sicher wird Stöhr das Budget kompensieren müssen, Jobs scheinen zunächst nicht betroffen.

Bereits 1974 betreute Jürgen Stöhr als Geschäftsführer von Troost Campbell-Ewald die Marke Persil und zeichnete u.a. für die erste Fleckenlöser-Kampagne als auch für die Persil Presenter-Kampagne verantwortlich. Als Jürgen Stöhr sein eigenes Unternehmen gründete, gehörte Henkel mit den Marken Spee und Sil zu den ersten Kunden.

Aus einer reinen ostdeutschen Marke wurde Spee innerhalb weniger Jahre zu einer starken gesamtdeutschen Marke. Das Konzept mit dem Slogan "Die schlaue Art zu waschen" wird durch den Spee Fuchs symbolisiert. Die zu Grunde liegende Markenstrategie, die Stöhr von Anfang an mit konzipierte, kommt heute in zahlreichen internationalen Märkten zum Einsatz. Auch der Marke Sil hat Stöhr zu einem großen Markenerfolg verholfen. Die Zusammenarbeit endet einvernehmlich zum 31. März 2013. Henkel bedankt sich für die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre.