Mediacom :
Telekom lässt um 200-Millionen-Euro-Etat pitchen

Die Deutsche Telekom hat den Pitch um ihren Mediaetat eingeläutet, wie der W&V-Schwestertitel "Kontakter" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Text: Leif Pellikan

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Deutsche Telekom: Mediacom möchte den Riesen-Etat verteidigen.
Deutsche Telekom: Mediacom möchte den Riesen-Etat verteidigen.

Die Deutsche Telekom hat den Pitch um ihren Mediaetat eingeläutet, wie der W&V-Schwestertitel "Kontakter" in der aktuellen Ausgabe berichtet. Der Zeitrahmen ist lange, da noch ein knappes Jahr für die Entscheidung Zeit wäre. Aber das zeigt, wie komplex inzwischen die Anforderungen sind. In Summe geht es um rund 200 Mio. Euro, die der Konzern allein in Deutschland für Media ausgibt. Etatinhaber ist der Branchenprimus Mediacom, der laut Kontakter-Informationen im Pitch auch wieder dabei ist.

Gefragt sind gute Konzepte, denn die Telekom steht vor allem im Mobilfunkgeschäft unter Druck. In diesem Markt liegt der ehemalige Platzhirsch nur noch auf Rang drei. Laut dem Verband VATM kam Telefónica (O2 und E-Plus) zum Jahresende auf 43,5 Millionen aktive SIM-Karten, für Vodafone wurden 42,6 Millionen und für die Telekom nur 42 Millionen gezählt.

Der Telekom-Pitch ist keine Ausnahme. Media-Pitches werden generell komplexer. „Der Umfang der Briefings hat sich deutlich erhöht“, sagt Dirk Lux, CEO der Publicis-Tochter Zenith. Inzwischen starten viele große Pitches schon zwölf Monate vor Vertragsende oder früher. Der Beratungsbedarf in Sachen Daten und Digital ist zum Teil enorm. Hier können sich Agenturen differenzieren. Die Konditionen hingegen liegen laut Lux meist sehr eng beieinander. Das bedeutet auch, dass alte bewährte Agenturbeziehungen weniger zählen als früher. Die Kunden sind wechselwilliger.

Mehr zum intensiven Pitchjahr 2017 lesen Sie im aktuellen Kontakter (2/2017). Im dort regelmäßig erscheinenden Pitch-Navigator finden Sie auch Informationen zu den Ausschreibungen bei Bitburger und der Münchner Rück


Autor:

Leif Pellikan
Leif Pellikan

ist Redakteur beim Kontakter und bei W&V. Er hat sich den Ruf des Lötkolbens erworben - wenn es technisch oder neudeutsch programmatisch wird, kennt er die Antworten. Wenn nicht, fragt er in Interviews bei Leuten wie Larry Page, Sergey Brin oder Yannick Bolloré nach. 



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