Reporter ohne Grenzen :
"The Weapen": DDB kreiert Waffe für Journalisten

Der Stift als ultimative Waffe: Mit Patronenhülsen sensibilisieren DDB Hamburg und Reporter ohne Grenzen für die Pressefreiheit. Die Kampagne "The Weapen" wirbt dafür aktuell mit prominenten Journalisten wie Giovanni d Lorenzo in Print und Außenwerbung sowie online.   

Text: Sebastian Blum

22. Mar. 2016 - 20 Kommentare

Auch die Informationsfreiheit braucht eine Waffe: Zu diesem Zweck haben DDB Hamburg und Reporter ohne Grenzen (RoG) ein besonderers Kriegswerkzeug, den "Weapen", kreiert. Es handelt sich dabei um einen auf 144 Stück limitierten Stift, der aus abgefeuerten Patronenhülsen gefertigt ist. Jedes einzelne Exemplar steht für einen Journalisten, der im vergangen Jahr bei der Ausübung seines Berufes getötet wurde. Sie sind in hochwertiges Walnussholz eingefasst und graviert, die Lieferung erfolgt in einer Munitionskiste. Der spezielle Stift soll auf die weltweite Situation von Medienvertretern aufmerksam machen und den Projekten von RoG zugute kommen. Die Organisation bietet die Unikate auf einer Microsite an.

Für ihren ungewöhnlichen Stift werben die Macher mit prominenten Gesichtern wie etwa dem "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und Georg Mascolo, Leiter der Recherchekooperation von NDR, WDR und "SZ". Die Gedanken, die die Testimonials mit ihm in Worte fassen, schalten die Initiatoren in Print und Außenwerbung sowie online. Hier das Motiv mit di Lorenzo:

Die Entstehung des Projekts dokumentieren die Macher überdies in einem kurzen Dokumentarfilm:

Mit dem "Weapen" greift DDB Hamburg ein Konzept auf, das bereits vor zwei Jahren für RoG zur Anwendung gekommen ist: Damals hatte DDB Tribal Trillerpfeifen mit den Namen und Köpfen bekannter Informanten entworfen. Der Erlös war für den Schutz bekannter Whistleblower wie Chelsea Manning und Edward Snowden gedacht.   

Für die aktuelle Kampagne zeichnen bei DDB Hamburg verantwortlich:

Managing Director Creative: Fabian Roser
Creative Direction: Jan-Hendrik Scholz, Nicolas Schmidt-Fitzner
Senior Art Direction: Christian Baur
Senior Text: Thimon Machatzke
Art Direction: Eva Schramm
Junior Art Direction: Vitali Wachramejew, Pascal Rößler, Quentin Frémont
Junior Text: Nicolas Berg
Client Service Director: Sönke Bruns
Projektmanagement: Carolin Sonnenschein


20 Kommentare

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Anonymous User 1. April 2016

cute case, but in 2015 I saw this case Colombia to sign peace

News 2015:
https://www.facebook.com/copublicitarias/posts/984357201607495
News 2016:
https://www.youtube.com/watch?v=GBJ1xfxxLj0

Anonymous User 30. März 2016

Gab es exakt so 2014. Schon ein wenig schlampig recherchiert. Oder dreist ignoriert. https://www.youtube.com/watch?v=ra_zn6WS7v4

Anonymous User 26. März 2016

Ist jetzt ne neue Masche, genau die Journalisten bekommen die Preise, die die tendenziöseste Berichterstattung abliefern. Diese Aktion ist politische Propaganda. Wer immer das premieren will, sollte sich genau die Konsequenzen überlegen. Sich selber in die eigene Tasche lügen können Werber genauso gut wie unsere Qualitätsjournalisten. Die bräsige, arrogante Ignoranz, mit der die Medienvertreter die Kritik an ihren Produkten abtun, rächt sich in sinkenden Auflagen und Einschaltquoten.

Anonymous User 24. März 2016

Neid muss man sich verdienen. Well done!

Anonymous User 23. März 2016

Ihr habt alle k(l)eine Pixxxl !!!

Anonymous User 23. März 2016

Eine ganz tolle Aktion! Super!!

Anonymous User 23. März 2016

Was soll der ganze Hate hier? Für die Reporter ohne Grenzen hat es sich gelohnt. Der Stift war innerhalb von 10 Stunden ausverkauft.

Anonymous User 23. März 2016

Bullet Pen bei Google eingeben. So einfach geht's.

https://www.google.com.br/search?q=bullet+pen&safe=active&espv=2&biw=2547&bih=1235&site=webhp&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjZvdvd7dbLAhUINSYKHcNhAUAQ_AUIBigB#imgrc=c8uFvmoEhO0ZnM%3A

Anonymous User 23. März 2016

super idee. und das beste daran: nachm sommer redet keiner mehr davon.

Anonymous User 23. März 2016

Ein Stift aus ner Partronenhülse, genau das richtige Spielzeug für Regierungssprecher, die Journalisten-Mimikri betreiben und militaristische NATO-Propagandisten. Auch die Testimonials passen hier wie die Faust aufs Auge. Eine sehr peinliche Aktion, die meine Intelligenz beleidigt.

Anonymous User 23. März 2016

Projeckt = Projekt (Note to myself: ab ins Bett)

Anonymous User 23. März 2016

Und da sind sie wieder, die krampfhaften Versuche mit kleinem Goldideen Scheiß nen grossen Preis abzuräumen. Na dann hofft mal ihr Kleingeister. Nächstes mal lieber im Tagesgeschäft ne Idee umsetzen die groß funktioniert. Freu mich jetzt schon auf all diejenigen, die gleich schreiben werden alles nur Neid, erstmal besser machen blabla. Nur weil sie einfach nicht einsehen wollen dass Goldideen eben keine Relevanz haben. Es ist ein wenig so wie sich wirklich Mühe geben eine heiße Lady zu verführen und mir ihr guten Sex zu haben, oder eben Wichsen. Wo die Jungs mit dem Projeckt hier stehen darf jeder selbst entscheiden.

Anonymous User 22. März 2016

Ich finde die Idee jetzt doch super! Ich habe den vorherigen Kommentar nur geschrieben, weil ich verbittert bin und noch nie näher als 1300km an Cannes gekommen bin.

Anonymous User 22. März 2016

Ich möchte meinen Kommentar revidieren. Die Idee ist doch super!

Anonymous User 22. März 2016

Es ist echt traurig, dass jetzt wieder genau die aus Ihren Löchern kommen, die leider nie nach Cannes fahren werden...

Anonymous User 22. März 2016

Bald ist mal wieder Deadline für Cannes und Verzweiflung manifestiert sich allerorten in halbgarem Ideenschmons. Aber war es nicht Amirs Absicht solche quatschigen Goldideen auszusortieren?

Anonymous User 22. März 2016

Patronenhülse + Kugelschreiber ist nicht neu. Gabs es schon in dutzenden Printkampagnen.

Anonymous User 22. März 2016

Deine Mudder ist Achziger!

Anonymous User 22. März 2016

Ich finde es überhaupt nicht Achtziger. Es ist eine intelligente Idee, die den Mut und die Courage der Journalisten unterstützt. Wo gibt es diesen Stift zu kaufen?

Anonymous User 22. März 2016

Aaaaaaaaaaaaaachziger...

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