Kimberly-Clark :
"U by Camelia": Ogilvy wirbt für bunte Tampons

Ogilvy Frankfurt und Kimberly-Clark gehen neue Wege bei der Vermarktung von Frauenhygiene-Produkten: Die bunte Produktrange "U by Camelia" soll Mädchen und junge Frauen ansprechen. Influencerinnen auf Youtube rühren die Werbetrommel.

Text: Markus Weber

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"U by Camelia": Die Tampons, Binden und Slipeinlagen kommen im bunten Design daher.
"U by Camelia": Die Tampons, Binden und Slipeinlagen kommen im bunten Design daher.

Ogilvy Frankfurt und Kimberly-Clark gehen völlig neue Wege bei der Vermarktung von Frauenhygiene-Produkten: Die neue Produktrange "U by Camelia" soll vor allem Mädchen und junge Frauen ansprechen. Tampons, Binden und Slipeinlagen werden dabei in einem völlig neuen Design präsentiert.

"Nicht aufzuhalten" lautet hierzulande das Motto der dazugehörigen Kampagne, die von einem reinen Frauenteam bei Ogilvy & Mather entwickelt wurde (international heißt die Kampagne "Let's move on"). Neben Online- und TV-Spots kommen in der Kommunikation vor allem Social-Media-Kanäle zum Einsatz. Unter anderem sollen Influencerinnen auf Youtube ihre Werbetrommel für die junge Produktrange rühren.

"Wir wollen U by Camelia so inszenieren, dass sich Mädchen und junge Frauen wiederfinden und spüren, dass sich hier eine Marke als ganz selbstverständlicher Teil ihres Lebens positioniert", beschreibt Ute Sonntag, Senior Art Direction, die Herangehensweise.

Bei Kimberly-Clark ist Hugo TerBraak für das Marketing in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig. Für Mediaplanung und -einkauf zeichnet die Agentur Mindshare verantwortlich. 


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



2 Kommentare

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Anonymous User 16. Januar 2017

Und wegen Frauen wie Ihnen, Frau "ixigaxi", muss sich unser gesamtes Geschlecht immer wieder in Schubladen stecken lassen. Traurig – Ihr Kommentar und diese Tatsache.

Anonymous User 13. Januar 2017

Pardon, liebe Frau Sonntag, aber diese Werbung habe ich bereits seit der ersten Ausstrahlung als Affront empfunden. Mag ja sein, daß Sie sich zu den Glücklichen zählen, die an besagten Tagen topfit sind, aber ich zum Beispiel gehöre zu den vielen, die durch ein abartiges Tal der Hölle gehen. Und nun müssen wir uns durch Ihren Werbespot auch noch sagen lassen, daß wir ja trotz höllischer Schmerzen, die sich die meisten Männer wohl noch nicht mal in ihren kühnsten Alpträumen vorstellen können, eigentlich megafit und nicht aufzuhalten sein sollten. Vielen Dank aber auch, daß Sie die Problemtik vieler Frauen so derart konterkarieren. Wir Frauen bräuchten in der Werbebranche vielmehr Verbündete, die auf typische Frauenprobleme einfühlsam aufmerksam machen, anstatt sie unter den Teppich zu kehren und weiterhin ein völlig illusorisches Bild der Geschlechtergleichheit in einer unerbittlich gleichgeschalteten Leistungsgesellschaft zu manifestieren. Frauen sind nun mal keine Männer. Ich bin insofern vielmehr der Meinung, daß es endlich einmal an der Zeit wäre, gerade im Berufsleben den Besonderheiten des weiblichen Zyklus Rechnung zu tragen. In vielen Berufen ist es geradezu verantwortungslos, so zu tun, als sei das Problem nicht existent. In der Chirurgie zum Beispiel. Glauben Sie mir, Sie würden nicht wollen, daß Ihr unrealistisches Bild der immer topfitten Frau dazu führt, eines schönen Tages von einer Chirurgin operiert zu werden, die an diesem Tag vielleicht doch nicht ganz so fit ist, wie Sie es propagieren. Die Werbebranche muß sich endlich auch einmal Ihrer meinungsbildenden Verantwortung bewußt werden. Und dazu kann ich auch Marken wie Camelia nur ermuntern. Überlegen Sie doch bitte mal, was Ihre Kundinnen wirklich wollen. Wir Frauen wollen als Frauen wahrgenommen werden, und nicht als halbmännliche Leistungsträger. Wir wollen eigentlich auch wieder Kinder bekommen und nicht zu Karrierefrauen genötigt werden, die, um ihren Lebensunterhalt (vielleicht noch als Alleinerziehende) bestreiten zu können, stets das Doppelte wie ihre männlichen Kollegen leisten müssen. Oder sich gar wie diese verkleiden und verhalten müssen, um überhaupt die Chance auf eine halbwegs gute Position zu haben. Nein, wir wollen Frauen sein. Klar, mit gleichen Chancen. Aber es kann ja wohl nicht sein, daß gleiche Chancen heißt, daß wir alle Männer spielen müssen. Gleiche Chancen heißt vor allem gleiche Chancen auf einen fairen Lebensunterhalt. Und sich jeden Monat mit diesem Mist herumzuschlagen, die Ups and Downs einer Schwangerschaft zu durchlaufen etc., ist auch eine Leistung, die in dieser Gesellschaft endlich einmal Anerkennung bekommen sollte. Dann gäbe es in Deutschland vielleicht auch mal wieder mehr Nachwuchs! Denn ja, wir Frauen würden liebend gerne wieder mehr Kinder bekommen, wenn Kinder gerade für uns Frauen in der heutigen Mingle-Welt nicht oft einer sozialen und existentiellen Abwärtsspirale gleich kämen. Danke, daß Sie sich zukünftig hoffentlich mit den wahren Wünschen, Hoffnungen und Sorgen Ihrer Kundinnen auseinandersetzen.

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