Pitch :
Volvo sucht eine neue Agentur

Der schwedische Autobauer Volvo sieht sich nach einer neuen Agentur um. "Kontakter"-Informationen zufolge hat sich das Unternehmen acht Agenturen angeschaut. Zwei bis drei davon sollen Ende Februar gegen den Etathalter Saatchi & Saatchi in Berlin antreten.

Text: Conrad Breyer

Der schwedische Autobauer Volvo sieht sich nach einer neuen Agentur um. "Kontakter"-Informationen zufolge hat sich das Unternehmen acht Agenturen angeschaut. Zwei bis drei davon sollen Ende Februar gegen den Etathalter Saatchi & Saatchi in Berlin antreten.

Den Pitch führt John Sealeys Pitchberatung The Observatory, namentlich Jan Piet Stempels. Das Volvo-Marketing um Marketingchef Johannes Fleck bestätigt den Präsentationswettbewerb, nennt aber keine Details. Der Pitch laufte turnusgemäß. Der Vertrag mit dem Etathalter läuft wohl im März dieses Jahres aus.

Saatchi & Saatchi hatte den Auto-Etat vor wenigen Jahren von Frankfurt nach Berlin verlagert. Um den Kunden kümmert sich hauptsächlich COO Géza Unbehagen. Unbehagen wird den Etat mit allen Kräften zu verteidigen wissen; der Kunde dürfte der Agentur ein Honorar von schätzungsweise einer bis eineinhalb Millionen Euro einbringen. Davon hängen letzlich auch Arbeitsplätze ab.

Für Volvo adaptiert Saatchi & Saatchi die internationale Klassik, das BTL-Geschäft konzipiert die Agentur selbst. Agentur und Kunde arbeiten seit vier Jahren zusammen.

Ende Januar wird das Unternehmen nun offenbar erst einmal das Briefing an die Pitchteilnehmer herausgeben: Um Kosten soll es dabei auch gehen. Es heißt, Volvo wolle unter anderem das Digitalgeschäft bei der neuen Agentur bündeln. Aber natürlich sucht Marketer Fleck auch neue Ideen.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.