Serie :
Werber in der Walachei: New Communication in Kiel

Ein Werberleben abseits von Hamburg, Düsseldorf oder München? Geht das überhaupt? Klar doch.Agenturen in der Provinz können durchaus attraktive Arbeitgeber sein. W&V Online befragt in einer neuen Serie Agenturchefs aus dem Outback. Heute: Sören Mohr, Chef von New Communication in Kiel. Der Online-Fragebogen.

Text: W&V Redaktion

21. Dec. 2012 - 3 Kommentare

Ein Werberleben abseits von Hamburg, Düsseldorf oder München? Geht das überhaupt? Klar doch. Agenturen in der Provinz können durchaus attraktive Arbeitgeber sein. W&V Online fragt in einer neuen Serie ab sofort Agenturchefs aus dem Outback. Heute: Sören Mohr, Chef von New Communication in Kiel. Der Online-Fragebogen.

Wie erklären Sie einem Bewerber, wo Kiel liegt?

Muss ich eigentlich nicht. Wenn ja: nördlich von Hamburg, direkt an der Ostsee.

Ist Kiel für Sie (und Ihr Team) eigentlich inspirierend? Wenn ja: Warum?

Ja. Als Studentenstadt bleibt sie immer jung und mischt sich einwohnermäßig ständig durch. Als Urlaubsort und Kreuzfahrermetropole sind viele Touristen da, die durch Kleidungsstil, Konsumgewohnheiten oder Trinkverhalten neue Akzente setzen. Als Landeshauptstadt bekommen wir das Treiben auf der politischen Bühne auch einigermaßen mit.

Haben Sie im Team Mitarbeiter, die sich bewusst für Sie und gegen eins der großen oder angesagten Dickschiffe entschieden haben?

Ja, weil wir uns von den Dickschiffen dahingehend abheben, dass es bei NC nicht erstrebenswert ist, auch am Wochenende zu arbeiten. Zudem ist die Fluktuation bei uns deutlich geringer. Der einzelne Mitarbeiter hat bei uns eine größere Bedeutung.

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, um sie nach Kiel zu locken?

Ein Agentendasein. Eine Stadt am Meer. Ein transparentes Gehaltssystem. Ein agenturinternes Wohnmobil. Und den üblichen Agentur-Schnickschack: Kicker, Kreativzonen, Massagestuhl, Inhouse Ton- und Fotostudio, extreme Agentur-Events.

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ihnen?

Jährlich zwischen fünf und zehn Prozent.

Haben Sie denn selber schon mal Fernweh gehabt und über einen Umzug in eine der Werbemetropolen nachgedacht?

Nein.

Wie sieht's bei Ihnen eigentlich aus?

Wir haben es uns in unserem Headquarter auf sechs Etagen gemütlich gemacht. Jeder Raum hat einen Namen und eigenen, individuellen Charakter. Die Toilette heißt bei uns „Denkzelle“, der Abstellraum unterhalb der Treppe „Harry Potter“. Jeder Mitarbeiter ist für die Ordnung eines Raumes zuständig.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

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3 Kommentare

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Anonymous User 17. Januar 2013

rofl....Werber in der Walachei/Outback! Kiel hat durchaus Charme ^^

Anonymous User 22. Dezember 2012

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Und nicht immer ist eine Alliteration passend. Ich als geborener Kieler (der auch schon mal anderswo und auch schon in größeren Städten gewohnt und gearbeitet hat) finde die Überschrift „Werber in der Walachei“ jedenfalls ziemlich unpassend. Als ob alle Unternehmen und Institutionen, die „in der Walachei“ ihren Sitz haben, den sehnlichsten Wunsch hätten, von Agenturen aus Hamburg, Düsseldorf oder München betreut zu werden. Was für ein Quatsch.

Für mich ist es ein großer Vorteil, einen Berater vor Ort bzw. „um die Ecke“ zu haben, der meine Sprache spricht, der meine Region kennt und der weiß, wie meine Kunden ticken.

Vermutlich habe ich die Ironie des Artikels nicht verstanden. Das muss wohl daran liegen, dass die Menschen an der Ostseeküste beim Denken langsamer sind als die Leute in Hamburg, Düsseldorf oder München ;-)

Anonymous User 22. Dezember 2012

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Und nicht immer ist eine Alliteration passend. Ich als geborener Kieler (der auch schon mal anderswo und auch schon in größeren Städten gewohnt und gearbeitet hat) finde die Überschrift „Werber in der Walachei“ jedenfalls ziemlich unpassend. Als ob alle Unternehmen und Institutionen, die „in der Walachei“ ihren Sitz haben, den sehnlichsten Wunsch hätten, von Agenturen aus Hamburg, Düsseldorf oder München betreut zu werden. Was für ein Quatsch.

Für mich ist es ein großer Vorteil, einen Berater vor Ort bzw. „um die Ecke“ zu haben, der meine Sprache spricht, der meine Region kennt und der weiß, wie meine Kunden ticken.

Vermutlich habe ich die Ironie des Artikels nicht verstanden. Das muss wohl daran liegen, dass die Menschen an der Ostseeküste beim Denken langsamer sind als die Leute in Hamburg, Düsseldorf oder München ;-)

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