Ideenklau? :
Werbung für Erotikportal: Plagiatsvorwurf gegen Jung von Matt

Wegen seines jüngsten Werbemotivs für den Erotikproduktehändler Eis.de sieht sich Jung von Matt mehreren Plagiatsvorwürfen ausgesetzt.

Text: Markus Weber

Mit Plagiatsvorwürfen ist das ja immer so eine Sache. Sie werden mittlerweile ziemlich inflationär erhoben - erregen aber vielleicht gerade deshalb längst nicht mehr dieselbe Aufmerksamkeit wie das früher noch der Fall war. Das macht sie aber nicht weniger heikel.

Wegen seines jüngsten Werbemotivs für den Online-Erotikprodukte-Anbieter Eis.de sieht sich Jung von Matt nun ebenfalls Plagiatsvorwürfen ausgesetzt. Was auch nicht weiter verwundert. Denn Täschchen, Geldbörsen oder andere Produkte im Look des weiblichen Geschlechtsorgans wurden durchaus schon dann und wann feilgeboten. Das muss man Inhabern eines Erotikshops wohl kaum erzählen - und Werbern mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht.

Dieses Geld-Behältnis in vulva-ähnlicher Gestalt gehört also wohl zu jener Sorte "Idee", bei der fast jeder gleich das Gefühl hat: Naja, so ganz neu wird das wohl nicht sein. Doch hier gleich ein dreistes Plagiat zu sehen oder absichtlichen Ideenklau zu vermuten, dürfte wohl zu weit gehen. Sprechen wir - etwas neutraler formuliert - mal lieber von einer Dublette.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.