Austin :
8 Dinge, die Dokyo auf der SXSW bewegt haben

Felicitas Schlick, Nina Mair, Julia Brinkmann und Frank Berning von der Agentur Dokyo berichten für W&V von der SXSW.

Text: W&V Redaktion

Die Agentur Dokyo hat vier Mitarbeiter zur SXSW geschickt.
Die Agentur Dokyo hat vier Mitarbeiter zur SXSW geschickt.

Felicitas Schlick, Nina Mair, Julia Brinkmann und Frank Berning von der Agentur Dokyo besuchen die SXSW - und berichten für W&V von ihren Eindrücken aus Austin. Hier 8 Dinge, die sie in den ersten Tagen in Texas gelernt haben.

1. "Welcome to new coachella"

Diese ironische Eröffnung haben wir uns von Ezra Klein (politischer Kolumnist und Mitgründer von Vox Media) aus seinem Vortrag "How to break an industry" geklaut. Irgendwie hat er recht. SXSW ist wie ein großes Festival: Viele unterschiedliche Menschen aus vielen unterschiedlichen Bereichen kommen zusammen, an jeder Ecke finden sich Photo-Ops, jeder nutzt die Plattform für sich und seine Interessen, man inszeniert sich, man inspiriert sich und das Line-Up ist nach wie vor lit.

2. The Mediocrity Trap

"No empty slogans but practical advice". Menschen und Organisationen geben sich gerne mit mittelmäßigen Ergebnissen zufrieden. "Ist doch ok" und "fühlt sich gut an". Die ehemalige CIA-Mitarbeiterin Carmen Medina, erklärt in ihrem Vortrag, wie man aus der Falle rauskommt und was man als Einzelperson und als sog. "leader" dagegen unternehmen kann. Carmen hat leider recht. Sie sagt, dass die mediorcrity trap ansteckend ist, für immer.

Carmen Medina

Carmen Medina

3. Gender 2.0

Auch unsere Geschlechterrollen brauchen dringend ein Update! Und damit ist definitiv nicht nur das heutige Frauenbild gemeint. Esther Perel (Paartherapeutin und Bestseller Autorin) fasst es ganz gut zusammen: "The lifes of the women will not change until the men come along!" Deshalb wird hier (FE)MALE Empowerment großgeschrieben. Auch Männer sollen sich von der klassischen Männerrolle emanzipieren. Frauen machen das seit Jahren, Männer fangen gerade erst damit an - sagt sogar der Terminator Arnie.

Esther Perel auf der SXSW.

Esther Perel auf der SXSW.

4. Tech muss sich rechtfertigen

Bisher wurden die großen Techfirmen gefeiert. Facebook, Amazon, Uber und Co. waren die Superhelden der SXSW und alle wollten so cool und reich werden wie sie. Nun hat sich das Blatt ein kleines bisschen gewendet. Filterblasen, Clickbaiting, Fake News haben Kritik auf den Plan gerufen und fordern ein Umdenken und die passenden Lösungen von den Plattformbetreibern.

Tech muss sich rechtfertigen.

Tech muss sich rechtfertigen.

5. Beschweren kann sich jeder - Do something!

Gerade die Erlebnisse rund um die Trolle beim US-Wahlkampf und die Ergebnisse, haben viele Tech-Enthusiasten wachgerüttelt. Nun rufen Andrew Keen oder auch Brian Solis dazu auf, sich der eigenen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst zu werden und bei sich selbst anzufangen, Dinge zu (ver)ändern.

6. Empathie - Tech alleine reicht nicht mehr aus

Das Verlassen auf Algorithmen für erfolgreiche Kampagnen und Produktentwicklungen ist längst nicht mehr ausreichend. Empathie, die menschliche Komponente, wird somit immer wichtiger. Hier in Austin fängt man an, beide Welten aktiv zu kombinieren und führt von beiden (Tech meets Humanity) das Beste zusammen.

7. Real Life Experience

War auch schon mal besser. In den vergangenen Jahren ging es Marken darum, mit Installationen und Live-Experience zu überzeugen - das gelang bisher ganz gut. Die Streams waren voll von "Los Pollos Hermanos" und Co. In diesem Jahr scheinen die Marken (außer Westworld mit der Sneak Peak zur Season 2!!!) zu versuchen, sich in den Convention-Alltag einweben zu wollen und bieten nun auch Panels und Vorträge an. Nun ja. Die Streams sind dieses Jahr nicht so voll, obwohl Mercedes-Benz für den Auftritt sehr viel Aufwand betreibt.

8. Future of Retail

Fangt an, die einkaufenden Menschen ernst zu nehmen! Der Retail verharrt immer noch in alten Mustern und sollte dringend die bestehenden technischen Möglichkeiten nutzen, um individuelle und personalisierte Einkaufserlebnisse zu schaffen. Technologie ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um diese Experiences zu ermöglichen.

*Über die Autoren:

Felicitas Schlick ist Senior Project Manager. Sie freut sich in Austin auf die texanische Sonne und leckere Tacos. Von SXSW erhofft sie sich neben kreativen Input und spannenden Diskussionen auch ganz viel persönliche Inspiration.

Nina Mair ist Junior Project Manager. Sie freut sich auf vielseitigen, spannenden Input und neue Denkanstöße.

Julia Brinkmann ist Senior Project Manager. Sie freut sich insbesondere auf den vielseitigen kreativen und informativen Input aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ebenso auf die weltoffene und bunte Stadt Austin, die mit all ihren Facetten immer wieder inspiriert und begeistert.

Frank Berning ist Gründer und Geschäftsführer. Er liebt die positive Energie der SXSW, vermisst aber seine Familie.


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W&V Redaktion
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