Mode-E-Commerce :
Amazon Fashion bringt Sarah-Jessica-Parker-Kollektion

Amazon zieht alle Register, um sich in Deutschland als ernst zu nehmender Modehändler zu etablieren - und verpflichtet Sex-and-the-City-Star Sarah Jessica Parker.

Text: Verena Gründel

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Seit einem Jahr in den USA erhltlich - jetzt gibt es sie auch bei Amazon Deutschland: die Sarah-Jessica-Parker-Schuhkollektion
Seit einem Jahr in den USA erhltlich - jetzt gibt es sie auch bei Amazon Deutschland: die Sarah-Jessica-Parker-Schuhkollektion

Mode ist das lukrativste E-Commerce-Warensegment. Das weiß auch Amazon und versucht seit einigen Monaten, sich als ernst zu nehmende Konkurrenz zu Zalando oder Otto aufzustellen. Branchenexperten vermuten schon länger, dass der E-Commerce-Riese einer der größten Player - wenn nicht sogar der größte - im Online-Modehandel ist. Da es keine konkreten Zahlen zu Amazon Fashion gibt, läuft er quasi unterm Radar. 

Eine TV-Kampagne und Printanzeigen unter anderem in der Vogue sollten Amazon als Modehändler in den Köpfen von Bloggern und Modefans verankern. Jetzt kündigt der Konzern einen weiteren Vorstoß an: eine Kooperation mit der Sex-and-the-City-Modeikone Sarah Jessica Parker. Ab Oktober ist deren Schuhkollektion SJP, die es bereits seit einem Jahr in den USA gibt, auch in Deutschland erhältlich. 

Unter amazon.de/fashion finden Fans dann Pumps, High Heels und Stiefel für die Herbst- und Wintersaison. Außerdem gibt es drei neue Farben des Schuhmodells „Fawn” exklusiv bei Amazon. Jeder Käufer bekommt einen von Sarah Jessica Parker handsignierten Schuhbeutel. 

Sortimentsbreite und Prime-Now-Services sprechen für Amazon Fashion

Für 11,17 Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr Mode online eingekauft, gab der BEVH bekannt. Hinzu kamen Schuhe im Wert von 3,58 Milliarden Euro. Das sind immerhin 28 Prozent des gesamten Onlinehandelsvolumens von gut 52 Milliarden Euro. Und der Bereich wächst weiterhin stark - zuletzt um rund 11 Prozent.

Für Amazon ist das also ein höchst lukrativer Markt. Umgekehrt ist auch Amazon Fashion für den Kunden attraktiv. Denn die Sortimentsbreite in Kombination mit den Prime-Now-Services kann bisher kein anderer Händler bieten. Allerdings lässt das Einkaufserlebnis des Generalisten im Vergleich zu Händlern wie About You, wo das Stöbern und die Inspiration im Vordergrund steht, noch zu Wünschen übrigen.


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.



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