Handel in den USA :
Amazon gibt armen Kunden Sonderkonditionen

Wer bedürftig ist und vom Staat Hilfe bekommt, kann die Amazon-Services zum halben Preis nutzen. Damit will Amazon vor allem einem schaden - Walmart.

Text: W&V Redaktion

- keine Kommentare

Mit dem Sondertarif für den  Lieferservice Prime Now will Amazon Walmart das Wasser abgraben.
Mit dem Sondertarif für den Lieferservice Prime Now will Amazon Walmart das Wasser abgraben.

Amazon verschärft den Konkurrenzkampf mit dem Shopping-Riesen Walmart durch Sonderangebote für arme US-Bürger. Der Onlinehandels-Konzern stellte eine Rabattaktion für Kunden vor, die im Rahmen staatlicher Hilfsprogramme mit Lebensmittelmarken versorgt werden. Pro Monat verlangt Amazon hier lediglich 5,99 Dollar für seine Prime-Mitgliedschaft, die Zugang zu Musik- und Video-Streaming sowie kostenlose Versandoptionen und andere Vorteile bietet. Normalerweise kostet der Service in den USA 10,99 Dollar pro Monat oder 99 Dollar für ein Jahresabo.

"Wir haben diese Option für Kunden entworfen, die vom Staat Unterstützung bekommen, damit sie leichter von unserer Auswahl und den Tagesangeboten profitieren können ebenso wie den Vorteilen und Entertainment-Möglichkeiten von Prime", sagt  Greg Greeley, Vice President of Amazon Prime.

Vor dem Hintergrund, dass Amazon mit Lieferdiensten für Lebensmittel zunehmend Supermärkten Konkurrenz macht, stellt die Aktion eine weitere Attacke auf den klassischen Einzelhandel dar. Vor allem der ohnehin schon unter dem harten Wettbewerb im US-Markt ächzende Branchenführer Walmart, der sich mit seinen niedrigen Preisen traditionell an Geringverdiener wendet, gerät damit weiter unter Druck. Amazon hatte bereits zu Jahresbeginn bekanntgegeben, sich mit anderen Lieferdiensten an einem staatlich geförderten Pilotprogramm für Bezieher von Essensmarken zu beteiligen.

am/dpa


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autoren. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit