Digitale Sprachassistenten :
Amazons Alexa-Skills werden kostenpflichtig

Bislang gab es die Audio-Apps, mit denen Befehle gegeben werden, gratis. Jetzt führt Amazon in den USA die ersten kostenpflichtigen Skills ein.

Text: Manuela Pauker

Noch lässt sich mit Amazons Lautsprecher Echo alles gratis besprechen. Aber wohl nicht mehr lange.
Noch lässt sich mit Amazons Lautsprecher Echo alles gratis besprechen. Aber wohl nicht mehr lange.

Die so genannten Skills – Apps, die auf Sprachbefehle reagieren - , die Amazon für seine digitale Sprachassistentin Alexa anbietet, werden wohl nicht mehr lange alle gratis bleiben. In den USA startet Amazon jetzt die ersten kostenpflichtigen Skills.

Den Auftakt macht ein Angebot von Sony Pictures Television zu der beliebten Quizshow "Jeopardy": Wer via Alexa zusätzliche Fragen stellen will, kann ein Abo für 1,99 Dollar im Monat abschließen. Für alle Amazon Prime-Kunden, die eine Premium-Mitgliedschaft haben, entfällt die Gebühr. Amazon hat allerdings bereits durchblicken lassen, dass dies wohl künftig nicht die Regel sein soll.

Belohnungen für Skill-Entwickler

Im Rahmen der Monetarisierungspläne hat der Konzern kürzlich auch eine Art Belohnungsprogramm für die Entwickler von besonders erfolgreichen Skills gestartet. Wer eine besonders gut bewertete und häufig genutzte App im Angebot hat, wird von Amazon benachrichtigt und enthält eine Mitteilung über die so "erarbeitete" Summe.  

Seite für Skill-Entwickler: Deutsche Verson ist in Arbeit.

Seite für Skill-Entwickler: Deutsche Verson ist in Arbeit.

Das Programm, von dem derzeit nur die App-Entwickler in den USA, Großbritannien und Deutschland profitieren, gilt unter anderem für Angebote aus den Bereichen Spiele, Gesundheit/Fitness, Food/Getränke, Lifestyle, Musik/Audio sowie Erziehung. Die Zahlungen sollen den Entwicklern in erster Linie einen Anreiz bieten, weiter an neuen attraktiven Angeboten für Amazon zu arbeiten. Der Haken: Die Gelder werden freiwillig überwiesen – dauerhaft kann man sich als Entwickler nicht darauf verlassen.

Wie das offizielle Entlohnungsmodell bei den kostenpflichtigen Skills künftig bei Amazon aussieht, ist derzeit noch offen. Aber vermutlich dürfte es sich am üblichen Modell orientieren, bei dem 70 Prozent an den Entwickler gehen, der Rest an die Anbieter-Plattform.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde