Youtuber :
ApoRed wird nach Bomben-Prank verurteilt

Youtuber Ahmad Ahadi alias ApoRed wird zu einer Bewährungsstrafe und zu Arbeitsstunden verurteilt. Im Video rechtfertigt er sich. "Die Richterin hat mich gehasst".

Text: Nadia Riaz

Manche Youtuber gehen zu weit. Wie ApoRed mit seinem Bomben-Prank.
Manche Youtuber gehen zu weit. Wie ApoRed mit seinem Bomben-Prank.

Dass Youtube nicht mehr das ist, was es mal war, ist bekannt. Viele Videos sind nur noch auf Reichweite und Klicks aus, je sinnloser der Inhalt, desto besser, so lautet scheinbar das Ziel mancher Youtuber.

Zu den Rebellen in der Youtube-Szene gehört ApoRed. Bei einem Video ging er aber sichtlich zu weit. Der Deutsch-Afghane hat letztes Jahr im Sommer einen geschmacklosen Prank, also Streich, abgeliefert, bei dem er Menschen auf der Straße einen schwarzen Rucksack hinwarf und rief: "30 Sekunden habt ihr alle Zeit, rennt lieber, wenn euer Leben was wert ist". In dem Video, das er später in seinem Kanal postete, konnte man sehen, wie die Menschen erschrocken flüchteten.

Für diese Aktion ist der 23-Jährige nun von einem Gericht zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten und zu 200 Arbeitsstunden verurteilt worden.

In einem 40-minütigen Video rechtfertigt Ahadi sich nun für seinen Scherz. Er verstehe die Verhandlung nicht, da die Aktion doch bereits vor mehr als einem Jahr passiert war. Außerdem fühlte er sich von der Richterin falsch behandelt. Sie habe persönlich etwas gegen ihn gehabt.
Das ist das Video von ApoRed:

Nach der Veröffentlichung seines Prank-Videos (welches er wieder gelöscht hat), erntete Ahadi einen Shitstorm seitens der Zuschauer. Denn das Video wurde an dem gleichen Tag veröffentlicht, als der Anschlag von Nizza passierte.


Autor:

Nadia Riaz

Nadia Riaz ist Volontärin bei W&V und hat vorher Kommunikationswissenschaft, Europäische Ethnologie und Kunstgeschichte an der Universität Bamberg studiert. Interessiert sich vor allem für kreative Kampagnen und Marketing. In der Freizeit liest sie am liebsten ganz viele Bücher.