Dating-Dienst "Hater" verkuppelt Singles nach Abneigungen :
App "Hater": So findet man einen Trump-Gegner als Partner

Die Dating-App "Hater" verkuppelt Singles auf Grundlage von Abneigungen: Wer ähnliche Dinge hasst, wird als potenzieller Partner angezeigt.

Text: Ulrike App

"Hater" funktioniert so: Wer ähnliche Dinge hasst, wird als potenzieller Partner angezeigt.
"Hater" funktioniert so: Wer ähnliche Dinge hasst, wird als potenzieller Partner angezeigt.

Donald Trump, Spinnen, langsame Autofahrer, Cargo-Hosen oder Smalltalk - fast jeder Mensch hat ein paar Dinge im Leben, die er nicht ausstehen kann. Diese Ablehnung macht sich nun eine Dating-App aus den USA zunutze: Sie verkuppelt Singles auf Grundlage dessen, was sie nicht leiden können. "Triff jemanden, der dasselbe Zeug hasst wie Du", heißt es zur Begrüßung in der App "Hater" (Hasser), die der 29 Jahre alte Brendan Alper aus dem Staat Rhode Island entwickelt hat.

Eigentlich war die Idee nur Teil seiner Auftritte als Comedian, doch nach und nach sei daraus eine Geschäftsidee geworden, erzählte Alper kürzlich dem "Boston Globe". Bis zum Valentinstag meldeten sich demnach mehr als 200.000 Nutzer aus aller Welt an, darunter auch aus Europa. Angemeldeten Nutzer werden Begriffe zu Gegenständen, Menschen und Konzepten vorgestellt, die sie mit einer Wisch-Bewegung als "mögen", "nicht mögen", "lieben" und "hassen" einstufen können. Wer ähnliche Dinge hasst, wird dann als potenzieller Partner angezeigt.

Zu den am meisten gehassten Themen zählen auf "Hater" unter anderem US-Präsident Donald Trump, der im Begrüßungsbildschirm in Silhouette gezeigt wird. Unter den mehr als 2500 Themen sind auch Begriffe wie "Zwiebeln schneiden", "Weihnachtsmusik", "schlechtes WLAN" oder der "Verlust einer einzelnen Socke". Beliebt hingegen ist Alper zufolge "Avocado". Mögen sollten die Nutzer auch den Computerhersteller Apple: Die App läuft derzeit nur auf dessen iOS-System. (mit dpa)


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.