Zu prüde :
Apple zensiert Busen-iBook

Ein dänisches iBook über die Hippie-Zeit erregte die Gemüter von Apple: Zuviel nackter Busen. Jetzt hat der Autor seine freizügigen Bilder zensiert.

Text: Anja Janotta

Allein schon die Altersfreigabe ist happig: 17+ sollten die User alt sein, die die App "Hippie" herunterladen, weil sie "Szenen mit erotischem Inhalt" und "Nacktheit" enthält. Und das, obwohl Autor Peter Ovig Knudsen die Fotos, die Apple bei der Freigabe für sein iBook "Hippie" beanstandet hatte, geändert hatte. Wie die "taz" berichtet, hatte sich Apple an den allzu freizügigen Darstellungen der Hippie-Zeit gestört. Verkauft werden durfte das Buch des dänischen Autors erst, als Busen und Geschlechtsteile verdeckt worden waren. Provokativ, mit roten Äpfeln - hatte dieser die anstößigen Teile verdeckt. "Natürlich wollen wir diese Zensur damit veräppeln" zitiert die "taz" den Autoren, doch lustig sei die ganze Geschichte nicht. Auf seiner Website hat er sich über die Zensier-Aktion mokiert - mit lustigen Film-Montagen.

Schon öfters ist Apple wegen seinen rigiden Moralvorstellungen in die Kritik geraten. Trotzdem: Mit der Darstellung von nackten Tatsachen ist Apple offenbar zimperlich, geht es aber um Literatur, scheint die erotische Zurückhaltung doch nicht ganz so groß: Immer noch im Regal des iTunes-Store stehen die Ausgaben von "Shades of Grey".

Auf Youtube jedenfalls ist in dem Trailer zum Buch jedenfalls noch alles unverdeckt:


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.