Twitter-Aktion #PM1810 der Polizei Berlin :
Berliner Polizei twittert Meldungen von 1810

Die Berliner Polizei twittert über Konkubinen. Das ist kein Versehen. Die Beamten zitieren bei einer Aktion Original-Polizeimeldungen aus dem Jahr 1810.

Text: Ulrike App

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Die Polizei Berlin hat sich auf Twitter ins Jahr 1810 begeben.
Die Polizei Berlin hat sich auf Twitter ins Jahr 1810 begeben.

Auf ihrem Twitter-Kanal hat sich die Berliner Polizei (@PolizeiBerlin_E) kurzzeitig ins 19. Jahrhundert begeben. Die Behörde twitterte am Donnerstag eine Stunde lang Original-Polizeimeldungen des Jahres 1810. Zum Beispiel: "Im vorigen Monat sind, durch die Wachsamkeit der Polizei-Commissarien 18 Concubinate in gesetzmäßige Ehen verwandelt worden." Und: "Ein Hausknecht der betrunken nach Hause kam, ist, wahrscheinlich vom Schlage gerührt, todt im Bette gefunden."

"Wir wollten gucken, wie damals kommuniziert wurde. Und zeigen, so war das damals", sagte Benjamin Raschke vom Social-Media-Team. Die äußerst kurzen Mitteilungen sind demnach wohl die ersten überhaupt dokumentierten der Berliner Polizei.

Anlass für die Aktion unter dem Hashtag #PM1810 war der sogenannte Throwback-Thursday - ein Stichwort bei Twitter, unter dem Nutzer zum Beispiel alte Fotos und Erinnerungen veröffentlichen. Zur Regel solle ein "Nostalgie-Moment" bei der Polizei aber nicht werden, so Raschke.

Zur 1810-Zeitreise gab es geteilte Reaktionen: Manche Nutzer sahen es als Mittagspausen-Spaß. Andere spielten kritisch auf den oft beklagten Personalmangel der Polizei an.

Das ist nicht die erste Aktion der Berliner: Im November 2016 hatte sich die Hauptstädter als Star-Wars-Fans geoutet. Zum Vorverkaufsstart des neuen Films "Rogue One" fahndeten die Staatsdiener nach dem fiktiven Bösewicht Darth Vader (#BerlinsuchtVader). 

Im Mai 2016 hatten die Beamten beispielsweise unter dem Hashtag #24hPolizei rund um die Uhr über fast all ihre Notruf-Einsätze mit Streifenwagen getwittert. Damals kamen 1380 Tweets zusammen. (mit dpa)


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.



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