Drießen, aktive Social-Media-Nutzerin, sorgt dafür, dass das Thema sich verbreitet. Bei Twitter hat sich dafür bereits der Hashtag #Taschengate gebildet. Mit knapp 20 Tweets innerhalb einer Stunde (Stand Donnerstag Mittag) ist das zwar noch kein ausgewachsener Shitstorm, aber auch bei Facebook wird das Thema diskutiert und dort hat sich inzwischen auch dm gemeldet. Zudem gibt es eine Pressemitteilung. Das Unternehmen werde demnach weiterhin Taschen auch bei Manomama beziehen. Zudem wolle dm Indien unterstützen, nicht nur den Status eines Rohstofflieferanten zu haben: "Es ist uns ein Anliegen, den Menschen in Indien nicht nur den Auftrag zu geben, Baumwolle zu pflücken, sondern auch in Eigenregie die Fertigung für Waren durchzuführen, die hier in Europa benötigt werden. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht bei der Produktion von Babytextilien und Kinderbekleidung. Und wir achten darauf, dass die Produktion unter Bedingungen erfolgt, die sinnvoll für Mensch und Erde sind. Die in Indien produzierten dm-Taschen tragen das GOTS-Siegel, das nur an Produkte vergeben wird, deren Produktion höchsten ökologischen und sozialen Kriterien gerecht wird."

Zum Design der Taschen heißt es: "Wir haben in der Vergangenheit unterschiedliche Formen, Farben und Muster produzieren lassen und angeboten. Das aktuelle Design ist bei unseren Kunden am beliebtesten."

Auch Sina Trinkwalder, die Gründerin von Manomama, hat sich zu Wort gemeldet. Sie habe erst durch das Foto auf dem Blog von den anderen Taschen erfahren und habe bisher ebenfalls noch nicht mit dm gesprochen. Die Unternehmerin stellt aber klar, dass Manomama derzeit weiterhin Taschen für dm produziere.

So stellte dm die neuen Baumwolltaschen 2012 im Youtube-Video vor: