Cannes 2012: Deutschland hegt neun Mobile-Hoffnungen

Beiträge von Scholz & Friends, BBDO, Interone, DDB, Plan.Net und Conrad Caine haben es auf die Nominiertenliste in der neuen Kategorie Mobile geschafft.

Text: Conrad Breyer

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Kein schlechter Anfang: Neun Arbeiten aus Deutschland stehen auf der Mobile-Shortlist. Die Kategorie haben die Veranstalter des International Festival of Creativity in diesem Jahr neu eingeführt - neben Branded Content & Entertainment, um die immer vielgestaltigere Kommunikationslandschaft noch besser abbilden zu können. Die Juroren - aus Deutschland sitzt niemand in der internationalen Jury - sollen kreative Arbeiten auszeichnen, die auf Mobilfunkgeräten um Aufmerksamkeit werben. Insgesamt gibt es 965 Beiträge zu bewerten; aus Deutschland kommen 62. Die Jury führt Tom Eslinger, Digital Creative Director von Saatchi & Saatchi in London.

Um die Gunst der zwölf Juroren buhlen arbeiten von Agenta (ING-Diba), BBDO (Dr. Oetker), Scholz & Friends (Opel), Interone (FHM), Plan.Net (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe), YOC (Nokia), DDB Tribal (Volkswagen) und Conrad Caine (Siemens).

Die Chancen der Deutschen in dieser Kategorie sehen viele Experten kritisch. Die Kategorie Cyber, aus der Mobile in diesem Jahr ausgekoppelt worden ist, war im vergangenen Jahr das Sorgenkind der Deutschen. Sechs Löwen gab es im vergangenen Jahr; allerdings entfielen allein drei auf die Edding-Kampagne von Kempertrautmann. Arbeiten aus Ländern wie den USA, Japan und Schweden gelten nach wie vor als deutlich phantasievoller und innovativer als diejenigen aus Deutschland. Aber abwarten - seit 2011 hat sich viel getan in der Branche.

Die stetig steigende Zahl an Kategorien, die Cannes Jahr für Jahr neu einführt, sehen viele Branchenvertreter kritisch; sie sprechen von "Geldmacherei". In der Tat hat das Festival allein in diesem Jahr 14,5 Millionen Euro an Einsendegebühren kassisert - das sind 23 Prozent mehr als 2011.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.



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