"Crisis? What is a crisis?" YouTube-Angriff auf Sepp Blatter

Tanzshow statt Krisenbewältigung: Mit einem Fifa-kritischen Internet-Viral macht das Schweizerische Arbeiterhilfswerk Solidar Suisse auf die sozialen Folgen der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aufmerksam.

Text: Markus Weber

- keine Kommentare

Tanzshow statt Krisenbewältigung: Mit einem Fifa-kritischen Internet-Viral macht das Schweizerische Arbeiterhilfswerk Solidar Suisse auf negative soziale Folgen im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aufmerksam. Solidar wirft der ebenfalls in der Schweiz ansässigen Weltfußballorganisation und ihrem Präsidenten Sepp Blatter vor, sich lediglich um den eigenen Profit zu kümmern, aber nicht um die Menschenrechte.

Konkret legt das Hilfswerk und dessen Partnerorganisationen in Brasilien der Fifa zur Last, dass 150.000 Menschen im Vorfeld der WM aus ihren Behausungen vertrieben werden und dass zehntausende Strassenhändler wegen der Fifa-Lizenzpolitik ihre Existenz verlieren würden. Trotz voraussichtlicher Milliardengewinne für die Fifa bliebe Brasilien am Ende nur "ein Schuldenberg, der unweigerlich zur Kürzung von Sozialleistungen führen wird. Nicht zuletzt, weil die Fifa mit Sondergesetzen durchdrückt, dass sie auf ihre Gewinne keinen Real Steuern bezahlen muss."

Solidar Suisse erregte bereits vor einigen Monaten mit einem Nestlé-kritischen Viral, in dem das Nespresso-Testimonial George Clooney einen Schlag in die Weichteile erhielt, erhebliches Aufsehen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit