Huffington Post :
Das sind die erfolgreichsten Blogger der deutschen Huffpo

Arianna vor René vor Sascha vor Boris vor Cherno vor....Thomas Koch! Die deutsche Huffington Post listet Zugriffszahlen ihrer Blogger auf. Und was sagt uns das? Ein Vergleich mit W&V-Zahlen.

Text: W&V Redaktion

Eine Woche nach dem Start der deutschen Huffington Post ist es Zeit für eine erste Bilanz: Wie kommen die umstrittenen Gratis-Gastbeiträge im Lesermarkt an? Welche Huffpo-Blogger sind besonders erfolgreich? Auf einer öffentlich zugänglichen Seite listet die Huffington Post die meistgelesenen Blog-Beiträge mit exakter Zahlenangabe ("Views") auf.

Demnach ist Huffpo-Gründerin Arianna Huffington die bislang trafficstärkste Bloggerin der deutschen Ausgabe - mit exakt 9.464 Page Views und 107 Kommentaren (Stand Mittwochnachmittag)  Huffington hatte das Portal beim Launch am 10. Oktober (auch) via Blog vorgestellt. Telekom-Chef René Obermann erscheint in den Blogcharts auf Platz zwei (8.532 Views). Auch sein Artikel erschien am 10. Oktober; zeitweilig war er sogar Aufmacher auf der Huffpo-Homepage. Tech-Blogger Sascha Pallenberg (7.162 Views) liegt klar vor Boris Becker (6.602 Views) und Herausgeber Cherno Jobatey (6.359 Views).

Danach kommt auch schon ein guter alter Bekannter aus der Werbebranche: Thomas Koch alias "Mr. Media". Der W&V-Blogger schafft es mit seinem Beitrag "Die Werbung der Zukunft wird ... grausig! auf den sechsten Platz - und das, obwohl der Artikel erst am Montag online ging. Tagessieger am Mittwoch ist nach jetzigem Stand übrigens ein weiterer W&V-Autor: Karsten Lohmeyer von Lousy Pennies (1.308 Views). Der Journalist und Medienblogger hat für W&V Online zuletzt eine Rezension der neuen deutschen Huffington Post verfasst; außerdem schreibt er regelmäßig für das W&V-Blog Markenschau (gegen Honorar, wie man neuerdings noch hinzufügen sollte).

Für das Massenmedium Huffington Post, das am ersten Tag 750.000 Page Impressions und 250.000 Visits verzeichnet haben soll, wären die Blogs demnach kein wesentlicher Traffic-Bringer. Zum Vergleich: W&V Online kommt als Fachmedium nicht annähernd an die mutmaßlichen Zugriffszahlen der Huffington Post heran, kann bei den Blogs aber durchaus mithalten. Der auf W&V erfolgreichste Blog-Beitrag von "Mr. Media" Thomas Koch kam laut Google Analytics bisher auf 11.807 Seitenaufrufe. Wobei man fairerweise hinzufügen muss: Der Artikel erschien Ende Mai und ist seitdem immer wieder gelesen worden. In den ersten zwei Tagen nach der Veröffentlichung waren es 7.728 Zugriffe, in der ersten Woche insgesamt 9.387.

Auch Karsten Lohmeyers Huffpo-Rezension auf dem Nicht-Massenmedium W&V Online sieht im Vergleich zu seinem eigenen Beitrag auf der HuffPo gar nicht schlecht aus: Google Analytics hat am Tag der Veröffentlichung über 1.500 Seitenaufrufe gemessen.

Unterm Strich dürfte sich die Huffpo-Blogwelt aber trotzdem bezahlt machen - zumindest für die Reichweite der Huffington Post und den Werbeumsatz des Vermarkters Tomorrow Focus. Das Portal arbeitet mit deutlich mehr Bloggern zusammen und hat darum auch einen weit höheren Artikel-Ausstoß. Für die einzelnen Huffpo-Blogger bedeutet das aber auch mehr Wettbewerb im Kampf um die Aufmerksamkeit - und damit um die einzige Währung, die bei der Huffington Post gilt.


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