3. Vielfältige Anwendungen in verschiedenen Plattformen

Schon 14 verschiedene Plattformen für Bot-Anwendungen listet die Seite botlist.co auf. Die meisten kommen von bekannten Playern, aber auch von neuen Bot-Marktplätzen wie Kik oder der Gamingchat-App Discord. Dabei kommen praktische Dinge heraus, etwa die Lufthansa-Flugpreissuche Mildred oder ein Chatbot über Hundehaltung per Direktnachricht auf Twitter. Erfunden hat diese Idee das Startup Barkbox, das an Hundehalter einmal pro Monat eine Kiste mit Hundegagdets verschickt.

Die Matratzenmarke Casper bietet einen Chat für Schlaflose an, die sich mit Geschichten in den Schlaf wiegen lassen wollen. Marken sollten prüfen, welche Plattform für sie die richtige ist und passende Anwendungen entwickeln.

4.  Sprache ist das natürlichste Interface

Sicherlich wird es noch ein paar Jahre dauern, bis Spracherkennung so perfekt ist, dass Bots ihre volle Wirkung entfalten. Kurze Anweisungen zu geben, Suchen zu diktieren oder komplexere Anfragen stellen: Die menschliche Sprache ist das am leichtesten zu nutzende Mittel für den personalisierten 1:1-Dialog. Was manchmal noch fehlt, ist eine Maschine mit künstlicher Intelligenz, die uns auch wirklich versteht. Marken empfehle ich, sich mit dem Thema Sprache stärker zu beschäftigen als bisher. 

5. Zeit – das kostbare Gut

Wer zum Beispiel Reisen online bucht, weiß, wie viel Zeit man auf diversen Websites, Vergleichsportalen und Flugsuchen verbringt. Intelligente Bots werden hier in Zukunft vieles vereinfachen, vor allem weil sie im Hintergrund arbeiten und nicht geladen werden müssen. So gibt es heute schon Preisalarme, die man im Facebook Messenger mit einem Produkt füttert, und sobald dieses billiger wird, bekommt man eine Nachricht auf Facebook. Spannend wird es auch bei Flugsuchen. Und zwar dann, wenn der Bot auch – bei Freigabe des Nutzers – über Aktivitäten der Freunde Bescheid weiß. Man sucht einen Flug nach London, und der Bot schreibt: "Buche zwei Tage später, dann kannst du zwei deiner Freunde treffen, die auch in London sind".

Die Autorin: Franziska von Lewinski war CEO von Interone in München, ehe sie 2014 in den Vorstand der Agenturgruppe Fischer Appelt nach Hamburg wechselte. Dort verantwortet sie die Themen Innovationen und Digitales. 


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W&V Leserautor

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