Shahak Shapira :
"Die Partei" kapert AfD-nahe Facebook-Gruppen

"Die Partei" hat zahlreiche Facebook-Gruppen unter ihre Kontrolle gebracht, die von AfD-Sympathisanten frequentiert und teilweise von Bots moderiert wurden. Mit dabei: Shahak Shapira.

Text: Ulrike App

Shahak Shapira erklärt auf Facebook die Gruppen-Übernahme.
Shahak Shapira erklärt auf Facebook die Gruppen-Übernahme.

"Die Partei" hat laut eigenen Angaben zahlreiche Facebook-Gruppen übernommen, in denen sich AfD-Mitglieder und -Sympathisanten ausgetauscht haben - teilweise von Bots gesteuert. Multitalent Shahak Shapira erklärt in einem Video die Aktion der Satire-Truppe. Er spricht von insgesamt über 30 Gruppen mit über 180.000 Mitgliedern, die jetzt von Shapira und weiteren Mitstreitern als Administratoren geführt werden. Auf der "Partei"-Facebook-Seite findet sich die komplette Liste.

Das Team schreibt von "von zwielichtigen Gruppierungen", die "auf perfide Weise alternative Fakten im Internet verbreiten". Dann die Kritik an Facebook und den Behörden: "Anscheinend sind weder Verfassungsschutz, gesunder Menschenverstand, noch die tragende Plattform nicht in der Lage, diesen Missstand zu korrigieren", so "Die Partei" weiter. Eine Portion Satire darf aber nicht fehlen, denn die angeblichen "Helfer" der "Der Partei" sind bemerkenswert: "In der Zusammenarbeit mit Putin, dem Israelischen Geheimdienst und den führenden Köpfen der Osterinsel wurden mehrere Dutzend von sehr schlechten AfD-Gruppen mit fast 200.000 Mitgliedern unterwandert", so "Die Partei". 

 Das Video "Machtübernahme":

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Erst vor kurzem hat der Kanzlerkandidat der Spaßtruppe "Die Partei", Serdar Somuncu, sein "Schattenkabinett" präsentiert. Der 49-jährige Comedian ("heute-show") sieht Shapira als potenziellen Medienminister in seiner Regierung.


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.