SM-Check der Fifa-Partner :
Diese WM-Sponsoren kamen im Netz am besten an

Von den Fifa-Sponsoren und -Partnern wurden während der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 Hyundai und Kia auf den Social-Media-Kanälen am positivsten diskutiert.

Text: Maximilian Flaig

Screenshot aus dem Adidas-WM-Spot.
Screenshot aus dem Adidas-WM-Spot.

Die Fußball-WM 2018 ist vorbei - und Frankreich ist Weltmeister. Neben den teilnehmenden Mannschaften erhoffen sich auch die Sponsoren jede Menge positive Aufmerksamkeit. Vico Research & Consulting hat nun analysiert, welcher der Fifa-Partner und -Sponsoren während der WM im Netz am besten bewertet wurde.

Das Ergebnis: Hyundai und Kia wurden positiver wahrgenommen als alle anderen Sponsoren. Insgesamt rund 54 Prozent der analysierten, wertenden Beiträge zu den beiden Autobauern waren positiver Natur.

Insbesondere der Sieg der Südkoreaner gegen die deutsche Nationalmannschaft sorgte dafür, dass viele Nutzer das sportliche Ereignis mit der überraschenden Überlegenheit eines Hyundais im Rennen gegen einen Mercedes-Benz verglichen. Einige Nutzer beschwerten sich aber auch über die aufdringliche Werbung des südkoreanischen Autobauers.

Adidas: Sportartikelhersteller wurde vergleichsweise positiv diskutiert

Neben Hyundai und Kia wurde auch Adidas vergleichsweise positiv wahrgenommen. Der Sporthersteller aus Herzogenaurach wurde in den sozialen Medien immer wieder aufgrund des DFB-Trikots polarisierend diskutiert. So sei das Jersey beispielsweise auch außerhalb der WM tragbar, aber die Spielerbeflockung schlecht lesbar, hieß es.

Besonders negativ wurde hingegen Coca-Cola im Netz wahrgenommen. Viele Nutzer beschwerten sich darüber, dass die kroatische Nationalmannschaft rund 70.000 Franken dafür zahlen musste, dass ihre Spieler während des Achtelfinal-Spiels gegen Dänemark das Wasser eines anderen Herstellers tranken.

Hingegen musste der serbische Trainer Krstajic hingegen nur 5000 Franken dafür zahlen, dass er den deutschen Schiedsrichter Felix Brych wegen seiner Leistung vor das Kriegsverbrechertribunal stellen wollte.

Zwar richtet sich diese Kritik in erster Linie an die Fifa, doch das Unternehmen Coca-Cola wurde immer wieder damit in Verbindung gebracht. Insgesamt waren nur 8 Prozent der erfassten Beiträge zum Brausehersteller positiv.

Budweiser wird im Netz als unglaubwürdig wahrgenommen

Auch Gazprom und Budweiser kamen im Netz nicht sehr gut weg und wurden nur zu 12 bzw. 13 Prozent positiv bewertet. So wurde Budweiser unter anderem dafür kritisiert, dass das Unternehmen sowohl Pride-Events unterstützte, als auch die WM in Russland - einem Land, in dem Homosexuelle diskriminiert werden. 

McDonald’s wurde immerhin in fast 30 Prozent aller analysierten Beiträge gelobt. Allerdings freuten sich die Nutzer mehr über die neuen Gutscheine des Fast-Food-Riesens, als über das Engagement des Unternehmens im Rahmen der WM.

Zu den Social Media-Beiträgen über Qatar Airways, VISA, Hisense, Vivo und die Wanda Group ließen sich hingegen keine vergleichbaren Aussagen treffen, da die Anzahl erfassten Beiträge zu diesen Unternehmen während des Untersuchungszeitraumes zu gering war.

Vivo machte dennoch zu Ende der WM nochmal kräftig auf sich aufmerksam: Als erster Sponsor der Weltmeisterschaft beteiligte sich der chinesische Smartphonehersteller an der Musikaufführung des offiziellen WM-Songs vor dem Finale.


Autor:

Maximilian Flaig

Unterstützt als Werkstudent die Redaktion in allen Bereichen. Während seines aktuellen Masterstudiengangs American History, Culture and Society schrieb Maximilian Flaig bereits für die "Süddeutsche Zeitung".