DuMont: Mehr Traffic mit Amazon-Prinzip

Der Zeitungskonzern M.DuMont Schauberg führt auf den Portalen seiner Tageszeitungen nach und nach ein Artikel-Empfehlungsprinzip nach dem Vorbild von Amazon ein.

Text: Judith Pfannenmüller

Der Zeitungskonzern M.DuMont Schauberg führt auf den Portalen seiner Tageszeitungen nach und nach ein Artikel-Empfehlungsprinzip nach dem Vorbild von Amazon ein.

Im Hintergrund arbeitet dabei eine Software des Start-ups Plista, die je nach Interessen des Users weitere Artikel anbietet, die den Nutzer interessieren könnten. An Plista ist DuMont über seine Beteiligungsfirma DuMont Ventures beteiligt. Beim "Kölner Stadtanzeiger" wurde das Empfehlungsprinzip vor etwa zwei Monaten implementiert, seit Anfang September arbeitet auch der Webauftritt der Mitteldeutschen Zeitung in Halle mit der Empfehlungssoftware. Nach und nach soll dasTool auf den Websites aller DuMont-Titel eingeführt werden. Dazu zählen "Frankfurter Rundschau" und "Berliner Zeitung", sowie die Boulevardtitel "Kölner Express", "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier".

Die Click-Through-Raten beim Kölner Stadtanzeiger hätten sich mit dem Empfehlungsprinzip "in kurzer Zeit von etwa zwei auf bis zu neun Prozent erhöht", sagt Silke Springensguth, Online-Managerin des DuMont-Konzerns. Zunächst werden Texte nur titelintern empfohlen, in Zukunft könnten Inhalte aber auch einmal konzernweit und titelübergreifend empfohlen werden.

Welche Zukunftsideen sich Zeitungsverleger in einem Innovationscamp mit der Telekom sonst noch ausgedacht haben, lesen Sie in der neuen W&V (EVT 10. September).


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.


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