Paypal-Chef Dan Shulman spielte vor Analysten die Auswirkungen der Entscheidung herunter. Ebay sei zwar ein wichtiger Kunde, aber das Geschäft mit anderen Unternehmen sei zuletzt viel schneller gewachsen. Der Verlust der Ebay-Erlöse werde "durchaus zu managen sein". Finanzchef John Rainey deutete zudem an, dass Paypal selbst angesichts unzureichender Profitabilität nicht an der Fortsetzung des Ebay-Deals interessiert gewesen sei. Paypal wird künftig auch als Bezahloption in Läden von Disney und bei der Teleshopping-Plattform QVC verfügbar sein.

Umsatzplus bei Ebay und Paypal

Paypal hatte sich 2015 als eigenständiges Unternehmen von der langjährigen Konzernmutter abgespalten. Damals kam noch rund ein Viertel der Paypal-Erlöse von der Ebay-Plattform, ein Jahr später war es noch gut ein Fünftel.

Paypal steigerte den Überschuss im vierten Quartal im Jahresvergleich um 59 Prozent auf 620 Millionen Dollar (499 Mio Euro). Die Erlöse kletterten um 26 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar.

Ebay bescherte ein starkes Weihnachtsgeschäft zum Jahresende ein deutliches Umsatzplus. Eine 3,1 Milliarden Dollar schwere Rückstellung auf die Auslandsgewinne nach der US-Steuerreform riss die Bilanz im vierten Quartal dennoch mit 2,6 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) ins Minus. Ohne den Sondereffekt sieht das Ergebnis erheblich besser aus: Der bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft stieg im Jahresvergleich um drei Prozent auf 618 Millionen Dollar. Der Umsatz nahm um neun Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar zu. (dpa)


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W&V Redaktion
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