Mosseri sieht die Gefahr, dass die Aussicht auf härtere Strafen in gesetzlichen Regelungen gegen gefälschte News oder Hassrede - wie jetzt in Deutschland geplant - Betreiber von Online-Netzwerken dazu verleiten könnte, in Grenzfällen lieber Inhalte vorsorglich zu löschen, statt Kontroversen einzugehen. "Ich denke, das ist ein echtes Risiko", betonte er. Es gebe ein Spannungsfeld zwischen Sicherheit für die Nutzer und der Meinungsfreiheit. "Je härter die Gesetze und unsere internen Richtlinien sind, desto größer wird zugleich auch die Gefahr, dass wir die Möglichkeiten der Menschen einschränken, sich auszudrücken."

Facebook definiert gefälschte Nachrichten als solche, die darauf angelegt sind, für echt gehalten zu werden, aber nachweislich nicht korrekt sind. In Europa habe Facebook keinen Schub von Fake News vor den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich sowie mit Blick auf die Bundestagswahl im September festgestellt, sagte Mosseri. (mit dpa)


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.