Abo-Modell :
Facebook erkundet Nutzerinteresse an Bezahlversion

Das Netzwerk denkt laut einem Medienbericht über eine Bezahlvariante nach und forscht, ob die Nutzer daran Interesse haben.  

Text: Frauke Schobelt

Top-Managerin Sheryl Sandberg bestätigte bei der Vorstellung der jüngsten Bilanzzahlen, dass Facebook über ein Abo-Modell nachgedacht habe.
Top-Managerin Sheryl Sandberg bestätigte bei der Vorstellung der jüngsten Bilanzzahlen, dass Facebook über ein Abo-Modell nachgedacht habe.

Facebook betreibt laut einem Medienbericht Marktforschung, um das Interesse an einer Bezahlversion ohne Werbung herauszufinden. Nach dem jüngsten Datenskandal gebe es bei dem Online-Netzwerk intern wieder etwas mehr Zuspruch für solche Überlegungen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg am Wochenende unter Berufung auf informierte Personen.

Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg hatte die Möglichkeit einer Bezahl-Variante erstmals bei der Anhörung im US-Kongress im April angedeutet als er sagte: "Es wird immer eine kostenlose Version von Facebook geben". In der Telefonkonferenz nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen bestätigte Top-Managerin Sheryl Sandberg dann, dass Facebook über ein Abo-Modell nachgedacht habe - "und wir werden nicht damit aufhören, alles in Erwägung zu ziehen". Zugleich betonte sie aber auch: "Anzeigen passen auf natürliche Weise zu unserem Geschäft" und Facebook sehe da noch großes Potenzial.

Facebook erklärt, dass die Finanzierung durch Werbung es grundsätzlich erst erlaube, den Nutzern einen kostenlosen Dienst anzubieten.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.