Das Problem mit der für den 10. August angesetzten Demonstration in Washington ist, dass die Administratoren der gefälschten Facebook-Seiten dem Online-Netzwerk zufolge auch Betreiber von fünf rechtmäßigen Seiten dazu gebracht haben, Informationen darüber zu verbreiten. Insgesamt hätten 2600 Mitglieder Interesse an dem Event gezeigt. Sie müssten nun darüber informiert werden, dass der Aufruf eine Fälschung gewesen sei.

Warum der neue Fall so schwer wiegt

Die Entdeckung der Gruppe ist umso relevanter, da in den USA im November Kongresswahlen anstehen - und die Behörden auf keinen Fall eine Wiederholung der Manipulation im Wahlkampf 2016 zulassen wollen. Die damalige, mutmaßlich von Russland aus betriebene Propaganda-Kampagne zielte darauf ab, die politischen Gräben in der US-Gesellschaft zu vertiefen und auch direkt Stimmung für den schließlich siegreichen Kandidaten Donald Trump zu machen.

Facebook war hart dafür kritisiert worden, dass auf der Plattform gefälschte Accounts in großem Stil Falschinformationen verbreiten konnten. Deswegen verschärfte das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr massiv die Sicherheitsvorkehrungen.

W&V Online/dpa


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