Facebook-Offensive: "Stern" hofft auf Social Reading

Social Reading ist das neue Zauberwort: Der "Stern" launcht eine neue Facebook-App. Für die deutsche Szene ist das Neuland - anderswo setzten etablierte Medienmarken schon viel stärker auf das weltgrößte soziale Netzwerk.

Text: Sebastian Blum

08. Mar. 2012

"The Gurdian" tut es, die "Washington Post" macht es auch, und das "Wall Street Journal" sowieso. Social Reading ist das Zauberwort für die großen Tageszeitungen. Der "Stern" zieht nach und launcht eine Facebook-App seines Nachrichtenportals Stern.de. Nach eigenen Angaben ist das Magazin damit Vorreiter in Deutschland.

In der Gestaltung orientiert sich die neue App an Vorbildern wie der "Washington Post": Die Facebook-User können aktuelle Beiträge auf der Plattform einsehen und mit ihren Freunden teilen. Über die Veröffentlichung ihrer Vorschläge sollen sie dabei volle Kontrolle behalten. Die Aktivitäten der Nutzen sind in der neuen Chronik Timeline sichtbar.

Stern.de sieht diesen Schritt als notwendige Evolution im Online-Bereich: "Journalismus im Netz bedeutet, nicht mehr nur zu senden, sondern Interaktion anzubieten. Mit der App gehen wir dorthin, wo sich ein immer größerer Teil gerade junger User aufhält", sagt dazu Chefredakteur Frank Thomsen.

Die App startet als Beta-Testversion und bietet Anzeigenkunden die Möglichkeit sich im Social Web zu präsentieren. Neben Logo-Integration kommen Standardwerbemittel wie Superbanner und Medium Rectangle zum Einsatz.


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